• Regionale 2016 /
  • Das Borkener Projekt "Von der Burg zur Freiheit, von der Freiheit zur Burg"

Von der Burg zur Freiheit, von der Freiheit zur Burg

Das Verhältnis von Schöpfung, Landschaft und Menschen wird mit Blick auf Zukunftspotenziale betrachtet. Kristallisationsort der Projektidee ist die Jugendburg in Borken-Gemen.

Jugendburg in Borken-Gemen

Die Münsterländer Parklandschaft für zukünftige Generationen zu erhalten und zu entwickeln, setzt eine neue Sicht voraus. Die aktuellen Rahmenbedingungen für die Landschafts- und Siedlungsentwicklung sollen einem gewandelten Verständnis für den Umgang mit der Kulturlandschaft Platz machen. Dazu soll sich der Mensch als ihr Schöpfer und Gestalter verstehen. Vier Projekt-Bausteine fügen sich zusammen, in deren Mittelpunkt die Jugendburg als religiöse Bildungseinrichtung mit überregionaler Strahlkraft steht.

  • Zukunft Burg: Sie soll neuen Nutzergruppen geöffnet werden, z.B. durch die interkonfessionellen „Treffen in Gemen“.
  • Zukunft Freiheit: Aufwertung des historischen Stadtkerns mit Unterer und Oberer Freiheit.
  • Zukunft Gärten: Kritische Rekonstruktion der historischen Gärten Kloster- und Küchengarten sowie Kleiner Sternbusch.
  • Zukunft Wald: Rekonstruktion der Alleen im Sternbusch und Entwicklung als Zukunftswald – auch als außerschulischer Lernort für die Beschäftigung mit der Münsterländer Parklandschaft und ihrer zukünftigen Nutzung.

Die Freiheit in Borken-Gemen

Relevanz für die Regionale 2016

  • Die Burg Gemen und der umgebende Siedlungs- und Landschaftsraum sind von herausragender historischer Bedeutung. Städtebauliche Strukturen der Oberen und Unteren Freiheit sind weitgehend erhalten. Der Landschaftsraum zeigt Relikte der barocken Gartenkunst. Das ehemalige Nebeneinander verschiedener Religionen auf engem Raum war einzigartig im Münsterland. Die erhaltenen Strukturen sind in ihrer Qualität und Kombination ein Alleinstellungsmerkmal mit großem Potenzial.
  • Die touristischen Möglichkeiten werden gegenwärtig kaum ausgeschöpft, ihr Potenzial ist groß. Burg und Gartenanlagen sind nicht öffentlich zugänglich.
  • Der Blick auf die Rahmenbedingungen von Landschafts- und Siedlungsentwicklung soll durch die Projektidee geschärft werden. Durch Anschauung lernen und Landschaftsbilder für die Zukunft entwerfen, die von der heutigen Nutzung ausgehen, das steht im Fokus der „Treffen in Gemen“, die als Plattform für Zukunftsthemen überregionale Bedeutung erlangen können.
  • Wettbewerbe sollen innovative Lösungen für Landschaftskunst und nachhaltige landschaftliche Interventionen hervorbringen. Die Mitwirkung der Bürgerschaft kann zu innovativen Konzepten für Pflege und Erhaltung der Gärten und Landschaftsräume führen.
  • Der „Schöpfungspark Gemen“ könnte Modellcharakter für nachhaltige Landschaftsgestaltung und die Vermittlung von Themen (Naturbildung) unter dem Aspekt der Schöpfung gewinnen. Das bürgerschaftliche Engagement in langfristigen Patenschaften für Gärten und Parks kann für andere Kommunen ebenso beispielhaft sein wie die intensive Kooperation von Kirche, Kommune und privaten Akteuren.

Sternbusch in Borken-Gemen

Hinweise zur weiteren Qualifizierung

  • Konkretisierung der Inhalte und vorgesehenen Maßnahmen
  • Regionale Vernetzung und Verknüpfung mit anderen Initiativen und Projektideen in der Region
  • Einbindung von Jugend (Nutzer der Jugendburg!) und Landwirtschaft in Ideenfindung und Entwicklungsprozess
  • Revitalisierung und Rekonstruktion nicht nur rückwärtsgewandt!

Projektträger und Ansprechpartner

Stadt Borken
Fachabteilung Umwelt und Planung
Martin Dahlhaus
E-Mail: martin.dahlhaus(at)borken.de
Telefon: 02861/939-198