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Maßnahmen der Stadt Borken gegen den Eichenprozessionsspinner

Nach bereits sehr vielen Einsätzen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) im Jahr 2018 hat der Befall von Eichen mit Raupen des EPS in 2019 eine drastische Zunahme erfahren.

Aufgrund der optimalen klimatischen Bedingungen (warm und trocken) hat der Befall im letzten Jahr nahezu eine Verdopplung der Raupen zur Folge gehabt. Ab Ende April 2019 rückte der Bauhof teils mit eigenem Personal und mit bis zu 4 Fremdfirmen gleichzeitig zur Bekämpfung aus. Dabei wurden die Raupen abgesaugt oder abgeflämmt.

Wegen der Vielzahl an befallenen Eichen und der eingeschränkten Verfügbarkeit von Firmen musste der Bauhof eine Priorisierung der Einsatzorte vornehmen und es konnten nicht alle aufgetretenen Raupen und Nester entfernt werden. Für die Paarung und Eiablage der aus den Raupen entstandenen Nachtfalter gab es im Juli und August ebenfalls hervorragende Bedingungen. Daher kann man davon ausgehen, dass wir in 2020 mit einem wiederum sehr stark erhöhten Befall an EPS zu rechnen haben.

DIE STADT BORKEN VERFOLGT ZUR EINDÄMMUNG MEHRERE ANSÄTZE:

  • Erstellung und flächendeckende Verteilung eines EPS-Flyers.
  • ausführliche Online-Information unter https://www.borken.de/eps
  • Förderung der Population an Singvögeln als natürlicher Freßfeind. Die Stadt Borken hat hierzu 800 Nistkästen aufgehängt.
  • Anlegen von Blühstreifen: Durch Anlegen von Blühstreifen und Umstellung von Intensiv- auf Extensivmahd auf städtischen Grünflächen soll für Insekten als natürliche Freßfeinde kein zusätzlicher Lebensraum geschaffen werden.
  • Absaugen: Im Jahr 2019 hat der Bauhof zur Bekämpfung des EPS einen geeigneten Spezialsauger mit entsprechendem Filtersystem angeschafft.
  • EPS-Fallen: Die Fallen werden am Stamm in geeigneter Höhe mittels eines Ringes und integrierten Auffangbeutels angebracht. Da es über den Einsatz und die Wirkung der Fallegeringe Erfahrungswerte gibt, hat der Bauhof Ende 2019 für ca. 100 Bäume eine EPS-Falle bestellt und wird diese in 2020 ausprobieren.
  • Heißschaumbehandlung: Bei dieser Art von Behandlung wird 97 Grad heißes Wasser mit zugeführtem Schaum (ungiftiges Stärkegemisch) am Baum aufgebracht. Der Bauhof beabsichtigt dieses Verfahren durch einen Unternehmer ebenfalls zu beauftragen.
  • Heißwasserverfahren: Mit 97 Grad heißem Wasser wird das Nest mit geringem Druck durchspült. Dieses Verfahren soll ebenfalls durch einen Fremdunternehmer durchgeführt werden.
  • Bekämpfung durch Spritzen mit Nematoden: Nematoden sind laut Herstellerangaben 0,5 mm lange Fadenwürmer, die sichnur in Insekten vermehren und für Mensch und Haustiereungefährlich sind. Sie dringen nach Kontakt über die Körperöffnungen (Auge, Mund, After) in das Insekt ein und führenbinnerhalb von 2 – 10 Tagen zum Absterben.

ONLINE MELDER:

Die Stadt bittet die Bürgerinnen und Bürger mit dem ONLINE-Formular Meldungen zum Eichenprozessionsspinner zu machen. So wird sichergestellt, dass die Meldungen direkt an der richtigen Stelle ankommen und bearbeitet werden können.

>>> HIER BEFALL ONLINE MELDEN <<<