Skip navigation

Fahrradstraßen in Borken:

Durch die Kennzeichnung als Fahrradstraße wird eine Fahrbahn vorrangig dem Radverkehr zur Verfügung gestellt, das bedeutet, die gesamte Fahrbahn wird Radweg. Dies kann nach der Verwaltungsvorschrift zur StVO dort erfolgen, wo der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist.

Die Ausweisung von Fahrradstraßen ist grundsätzlich ein geeignetes Instrument zur Radverkehrsförderung. Fahrradstraßen bündeln bei wahrnehmbarem Design und konsequenter Netzplanung die Radverkehrsströme. Sie erhöhen die objektive sowie subjektive Sicherheit und sind eine attraktive Alternative abseits der Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen.

Was bedeutet Fahrradstraße?

In der STVO ist geregelt, welche Verkehrsregeln in einer Fahrradstraße gelten.

  1. Anderer Fahrzeugverkehr als Radverkehr darf Fahrradstraßen nicht benutzen, es sei denn, dies ist durch Zusatzzeichen erlaubt, wie z.B. „Anlieger frei“.
  2. Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahrzeugverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.
  3. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt.
  4. Möchte ein Autofahrer überholen, muss er einen Mindestabstand von 1,50 m zu den Radfahrern einhalten.

Qualitätsstandards in Borken

Zur Umsetzung von Fahrradstraßen werden einheitliche Qualitätsstandards zur Gestaltung von Fahrradstraßen angesetzt, wie sie in den Niederlanden bereits seit vielen Jahren umgesetzt werden:

  • Für bestehenden und geplanten Fahrradstraßen ist eine Fahrgasse von mindestens vier Metern Breite vorgesehen. Da zu breite Fahrgassen zu erhöhter Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs führen, soll die Fahrgassenbreite maximal fünf Meter zuzüglich Sicherheitstrennstreifen zu parkenden Kfz betragen. Das Parken soll nur noch auf einer Straßenseite möglich sein. Komfort und Sicherheit profitieren entscheidend, wenn die Radfahrenden mehr Platz bekommen. Gleichzeitig ergibt sich ein Mehr an Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner.
  • Die Verkehrsteilnehmenden auf der Fahrradstraße sollen gegenüber einmündenden Straßen Vorfahrt haben.
  • Weil Fahrradstraßen vom Kfz-Verkehr als Schleichweg genutzt werden, ist zu prüfen, ob der Kfz-Verkehr eingeschränkt werden kann. So könnten Fahrradstraßen nur für den Anliegerverkehr freigegeben oder Sackgassen sowie Einbahnstraßenregelungen eingeführt werden.

Erste Fahrradstraße „Lange Stiege“:

Für eine erste beispielgebende Umgestaltung nach neuen Standards wird die „Lange Stiege“ als Fahrradstraße umgestaltet. Die “Lange Stiege“ ist eine Hauptverbindung für Fahrradfahrer aus den Baugebieten Hovesath in die Innenstadt.

Ihre Ansprechperson

Herr Rainer Labs

Rainer.Labs@­borken.de 02861/939-210 Adresse | Öffnungszeiten | Details