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13. Januar 2026

DEN SCHMERZ DER ANDEREN BEGREIFEN. Holocaust und Weltgedächtnis

Die Auslandsreporterin und Publizistin Charlotte Wiedemann liest am 25. Januar 2026 aus ihrem Buch „DEN SCHMERZ DER ANDEREN BEGREIFEN. Holocaust und Weltgedächtnis“.

Am Sonntag, 25. Januar 2026, um 11 Uhr findet der nächste Termin der Veranstaltungsreihe „Die Zukunft von damals auf dem Weg nach übermorgen“ von Stadtarchiv, VHS und Heimatverein Borken anlässlich des Stadtjubiläums Borken 800 im Pfarrheim St. Ludgerus Weseke, Borkenwirther Straße 4, statt.

Die Auslandsreporterin und Publizistin Charlotte Wiedemann liest aus ihrem 2022 erschienenen Buch „DEN SCHMERZ DER ANDEREN BEGREIFEN. Holocaust und Weltgedächtnis“. In ihrem Buch bringt sie ihre internationalen Erfahrungen in Dialog mit ihrer langjährigen Beobachtung des deutschen Umgangs mit der NS-Herrschaft. Essay, Reisereportage und Selbsterforschung verbindend, überschreitet sie die deutsch-jüdische Perspektive und nimmt auch außereuropäische Erfahrungen kolonialen Unrechts in den Blick. Sie spannt einen großen zeitgeschichtlichen Bogen vom Beitrag der Kolonialsoldaten zur Befreiung Europas bis zur neuen Kultur eines geschwisterlichen Antifaschismus nach den rechtsextremen Morden der Gegenwart und folgert: „Wir müssen die Shoah im Zentrum unserer Verantwortung halten. Aber wer die Shoah benutzt, um anderes Leid zu degradieren, hat ihre wichtigste Lehre nicht verstanden.“

Bereits vor dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Krieg in Gaza schrieb sie: „Israel und seine sichere Existenz haben für Deutschland aufgrund seiner Geschichte einen besonderen Rang. Aber diese Bindung hat etwas Tragisches, solange Israel Völkerrecht flagrant verletzt – und darüber zu sprechen, macht die Erinnerungskultur glaubwürdiger.“

Charlotte Wiedemann berichtete über viele Jahre für große Zeitungen aus Asien und Afrika. Geboren 1954 und geprägt vom Schweigen in der eigenen Familie, verfolgt sie seit vier Jahrzehnten die Debatten um die Verantwortung für den Nationalsozialismus.

Die Veranstaltung wird musikalisch gestaltet von dem Borkener Kammer- und Orchestermusiker Benno Rickert (Cello solo) und versteht sich als städtischer Beitrag zum Internationalen Holocaust-Gedenktag zwei Tage später.

Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Reservierung per Mail an stadtarchiv@borken.de gebeten.

Weitere Veranstaltungen

  • Sonntag, 1. März 2026 │ 11 Uhr │ Borken-Burlo, Forum Mariengarden
    Fakt & Fake. Von der neuen Macht der Desinformation im digitalen Zeitalter
    Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Pörksen (Universität Tübingen)

  • Sonntag, 19. April 2026 │ 11 Uhr │ Borken-Marbeck, Heimathaus
    Stadt, Land, zwischen Welten?
    Dialogische Lesung aus dem Roman „Zwischen Welten“ von Juli Zeh und Simon Urban
    Mit Autor Simon Urban (Hamburg) und Schauspielerin Christiane Hagedorn (Münster)