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23. April 2026
Der als „Hoptimist“ bekannte Biersommelier Dirk Baringhorst übergab am Mittwoch, 22. April 2026, Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und Stadtarchivar Bernd Schmäing das Braurezept für das „Borken 800 Märzen“.
Baringhorst hatte zusammen mit der Brauscheune „Dat natte Lokk“ in Rhedebrügge das Bier zum Festjahr des 800. Stadtgeburtstages 2025-2026 kreiert. „Wir hatten zunächst mit dem Borken-800-Team die Idee gehabt, möglicherweise ein historisches Rezept in den Unterlagen des Stadtarchivs zu finden“, erläutert Baringhorst die Anfänge des Projektes. „Dort wurden wir allerdings nicht fündig und so war die Idee schnell geboren, Borken zum Geburtstag sein erstes, offizielles ‚Borken Bier‘ zu brauen“. Das „Borkener Jubiläumsmärzen“ kam zum Weihnachtsgeschäft 2025 auf den Markt und ist Teil der „Borken 800-Kollektion“, zu dem unter anderem auch das Panini-Heft oder weitere Feinkostartikel mit Bezug zu Borken gehören.
Dass es am Ende ein Märzen – ein untergäriges Vollbier – wurde, entschieden die Borkenerinnen und Borkener bei einem Testlauf zum Feierabendmarkt. Als die Wahl gefallen war, arbeiteten Baringhorst und das Team des „Natten Lokk“ ungefähr ein Jahr lang am finalen Rezept. „Da steckt viel Handwerk, Wissen und ausprobieren drin, bis die Rezeptur stimmig ist“, erklärt Baringhorst den Prozess. Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing bedankte sich beim Überbringer des Rezeptes und lobte die große Bandbreite der Bürgerprojekte, die gut zu Borken passten. „Das ist schon etwas Besonderes für eine Stadt, ein eigenes Jubiläumsbier zu haben“, fasste die Bürgermeisterin die Passgenauigkeit des Getränkes für Borken zusammen.
Das in Manufakturarbeit in Rhedebrügge hergestellte Bier wurde unter anderem in der Tourist-Information im FARB Forum Altes Rathaus Borken verkauft. Die Charge ist inzwischen vollständig ausverkauft.
Wer noch Bedarf hat, muss sich jedoch gedulden: „Auf dem Bier liegt ein 50-jähriger Sperrvermerk bis zum Jahr 2075/76“, sagt Stadtarchivar Bernd Schmäing und fügt hinzu: „damit das Bier erst einmal etwas Besonderes bleibt und dann vielleicht von den Macherinnen und Machern des nächsten runden Stadtjubiläums – ‚Borken 850‘ – wiederentdeckt werden kann.“ Wobei natürlich ein vorheriger Zugriff durch die Brauer selbst nicht ausgeschlossen ist.