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08. Juli 2026
Mit dem Ende der Ausstellungen „Borken fragil – Bilder von Zerbrechlichkeit und Wandel“ und „800 Käfer für Borken“ am Sonntag, 5. Juli 2026, ist zugleich eine besondere Ausstellungsreihe im FARB Forum Altes Rathaus zu Ende gegangen. Vom 21. Februar bis zum 5. Juli 2026 standen die Ausstellungsräume des Museums ganz im Zeichen des Stadtjubiläums „Borken 800“. Rund 3.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die fünf Ausstellungen zu besuchen.
Alle Ausstellungen entstanden auf Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger. Die Stadt Borken und das FARB unterstützten die Projekte organisatorisch und finanziell. Der Eintritt war während des gesamten Ausstellungszeitraums frei.
Den Auftakt bildete im Februar die Ausstellung „Stadt & Land. Begegnung – Bildung – Balance“. Anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Volkshochschule Borken und des 800-jährigen Geburtstages der Stadt präsentierten Teilnehmende zweier Kreativkurse ihre ganz persönlichen Auseinandersetzungen mit dem Leben zwischen Stadt und Land. Die Vielfalt der ausgestellten Arbeiten spiegelte die unterschiedlichen kreativen Zugänge der Teilnehmenden wider.
Mit der Ausstellung „800 Jahre Frauen in Borken – Frauen schreiben Stadtgeschichte“ machten die Organisatorinnen aus verschiedenen Borkener Frauengruppen die Spuren sichtbar, die Frauen in der Geschichte und Gegenwart Borkens hinterlassen haben. Die Ausstellung stieß auf ausgesprochen großes Interesse beim Publikum. Mit der historischen Aufarbeitung zahlreicher weiblicher Biografien schloss sie eine Lücke im kollektiven Gedächtnis der Stadt und regte dazu an, den Beitrag von Frauen zur Stadtgeschichte stärker wahrzunehmen und zugleich die Zukunft Borkens aktiv mitzugestalten.
Die vier weiterführenden Schulen der Stadt präsentierten anschließend unter dem Titel „Borken – Gestern. Heute. Morgen – Borken neu entdecken“ ihre Projekte zum Stadtjubiläum. Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen Borken wahrnehmen, was sie über die Geschichte ihrer Stadt wissen und vor allem, wie sie sich deren Zukunft vorstellen. Die Bandbreite der ausgestellten Arbeiten reichte von Ideen zur Stadtbegrünung und Entsiegelung der Jodocus-Nünning-Gesamtschule über ein digitales Borken in der Minecraft-Welt und kreative Brettspiele der Julia-Koppers-Gesamtschule bis hin zu Fotografien und einem Scherenschnitt-Leporello des Gymnasiums Remigianum. Ein besonderes Zeichen des Miteinanders setzte die Schönstätter Marienschule mit ihrem Geburtstagsgeschenk „800 gute Taten für Borken“.
Zum Abschluss der Ausstellungsreihe zeigte die Fotoausstellung „Borken fragil – Bilder von Zerbrechlichkeit und Wandel“ ungewöhnliche Perspektiven auf die Stadt und ihre Veränderungen. Sowohl professionelle als auch Hobby-Fotografinnen und Hobby-Fotografen waren aufgerufen, ihren Blick neu auf die Stadt, ihre Umgebung und die verborgenen Details zu richten.
Parallel dazu kehrten die über 800 handgehäkelten „Borkenkäfer“ der autonomen Frauengruppe noch einmal ins FARB zurück und sorgten erneut für viele interessierte und schmunzelnde Besucherinnen und Besucher. Die „Borkenkäfer“ waren im September 2025 erstmals im FARB zu sehen.
Die Ausstellungsreihe hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, kreativ und engagiert sich Bürgerinnen und Bürger in das Jubiläumsjahr „Borken 800“ eingebracht haben. Mit ihren Ideen und Projekten haben sie die Festlichkeiten im Rahmen des Stadtjubiläums bereichert und dazu beigetragen, Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt auf ganz unterschiedliche Weise erlebbar zu machen.
Die Stadt Borken bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten, die mit ihren Ideen, ihrem Engagement und ihrer Kreativität zum Gelingen dieser besonderen Ausstellungsreihe beigetragen haben.
Die Ausstellungen im Überblick: