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Neustrukturierung und Sanierung des Borkerner Rathauses:

Die Stadt Borken beabsichtigt das bestehende Rathaus in den kommenden Jahren grundlegend neu zu strukturieren und zu sanieren. Hier finden Sie aktuelle Informationen über das Großprojekt:


WARUM?

Die Sanierung und Neustrukturierung ist erforderlich, weil

  • das Rathausgebäude in verschiedenen Bereichen saniert werden muss, um dessen Substanz zu erhalten (Reparatur- und Instandhaltungsstau);
  • das Rathausgebäude in Teilen nicht mehr den aktuellen energetischen Anforderungen entspricht und Energiekosten nur durch geeignete Investitionen eingespart werden können;
  • die Räume des Bürgerbüros für eine dienstleistungsorientierte Verwaltung nicht mehr zeitgemäß und angemessen sind;
  • aufgrund der Personal- und Aufgabenzuwächse und den vielfältigen organisatorischen Veränderungen in den vergangenen Jahren Büroräume fehlen;
  • ein Verwaltungsarchiv incl. Zwischenlager fehlt (aktueller Standort Diebesturm ist zu klein, nicht barrierefrei und das Raumklima entspricht nicht den Anforderungen) und
  •  ein arbeitsschutzrechtlich vorgeschriebener Sozialraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlt.
 

WAS IST BISHER PASSIERT?

Bereits seit einigen Jahren gibt es Überlegungen zu Umbau und Erweiterung des Rathauses. Seinerzeit ging es zunächst hauptsächlich um eine Neuplanung des Bürgerbüros, welches damals im Gebäudeteil C untergebracht war. In 2013 haben drei Architekturbüros ihre Planungsentwürfe für die Neuplanung des Bürgerbüros vorgestellt. Seitens der Politik und Verwaltung wurde die Planung des Architekturbüros Farwick und Grote favorisiert, die einen Anbau an das Gebäudeteil A (Erdgeschoss) vorsah. Die Gesamtbetrachtung der Raumbedarfe hat jedoch ergeben, dass der vorgeschlagene Anbau den tatsächlich bestehenden gesamten Raumbedarf nicht abdeckt. Darüber hinaus ergaben sich weitere Erfordernisse (siehe oben) wie Sanierungsstau, fehlendes Archiv, fehlender Sozialraum, zusätzlicher Raumbedarf usw.

Die Planungen sollten mit dem Architekturbüro Farwick und Grote weiterentwickelt werden. Um die bisherigen Planungen strukturiert fortzuführen, wurde Anfang 2016 die rathausinterne Projektgruppe „Neu- und Umbauplanung Rathaus“ unter der Leitung des Technischen Beigeordneten, Herrn Jürgen Kuhlmann, gebildet.

Im Folgenden wurden die weitergehenden Anforderungen geprüft, ein intensiver Austausch und interne Abstimmungen vollzogen und Förderanträge im Rahmen des Städtebauförderprogrammes gestellt. Der Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt hat hierzu am 18.10.2017 beschlossen, dass ein Baubeschluss für den Neu- und Umbau des Rathauses erst nach Vorliegen der Bewilligung des Förderantrages gefasst werden soll.

Nachdem die Stadt im November 2018 einen Teilförderbescheid für den neuen Gebäudeteil D erhalten hatte, fasste der Umwelt- und Planungsausschuss am 21.11.2018 den Baubeschluss für den neuen Gebäudeteil D. Der Baubeschluss ermächtigt die Verwaltung dazu, die Planungen und notwendige Ausschreibungen weiter voranzutreiben.

Voraussetzung für den Neubau war der Abbruch des ehem. VHS-Gebäudes / alter Gebäudeteil D. Der alte Gebäudeteil D wurde 1932 als Wohnhaus gebaut und entsprach nicht mehr den Anforderungen eines modernen, funktionalen Bürogebäudes. Die Heizungsanlage war komplett veraltet und hätte der vollständigen Sanierung bedurft. Aus diesem Grunde war das Gebäude abgängig. Der Abbruch des Gebäudes erfolgte im 1. Quartal 2020. Auf der frei gewordenen Fläche wurde ein provisorischer Parkplatz angelegt. Dieser dient zur Kompensation der Parkplätze, die aufgrund einer Kanalsanierung in den Sommerferien auf dem Rathausparkplatz wegfielen.


WAS IST GEPLANT?

Der Baustart steht nun unmittelbar bevor. Nach der Fällung eines Baumes mitten im Baufeld folgt der Aushub der Baugrube und die Kampfmittelsondierung. Sofern diese ohne Befund verlaufen, können ab Januar 2021 die Bohrpfahlgründungen starten. Um die Tragfähigkeit des Bodens für das neue Gebäude gewährleisten zu können, sind über 100 Bohrungen bis zu einer Tiefe von 8 m erforderlich. Die nachfolgenden Gewerke schließen sich nahtlos an und werden sich über das ganze Jahr 2021 bis voraussichtlich Mitte 2022 erstrecken.In dem Gebäude wird unter anderem das Stadtarchiv untergebracht: in dem modernen Lesesaal werden die Benutzerinnen und Benutzer barrierefreie und moderne Arbeitsplätze vorfinden, verbunden mit einem schnellen Zugriff auf die Präsenzbibliothek. Zwei klimatisierte Magazine werden ausreichend Platz für die aktuell vorhandenen Archivalien bieten und auch künftige Zuwächse an den Beständen werden hier einen Platz finden. In dem neuen Gebäudeteil wird im Erdgeschoss auch ein multifunktionaler Raum eingerichtet, der einerseits als Sozialraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt wird. Darüber hinaus soll der Raum als multifunktionaler Begegnungsraum vielseitig nutzbare Räumlichkeiten für Zusammenkünfte, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Vorträge und Diskussionen o. ä. bieten und mit entsprechendem medialen Equipment nach aktuellem Stand der Technik ausgestattet werden. Durch mobile Trennwandsysteme und unterschiedliche Möblierungsoptionen können die Räumlichkeiten auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgerichtet werden. Zusätzliche Büroräume in den oberen Etagen decken den gestiegenen Raumbedarf ab.

Im Anschluss an den Neubau werden Zug um Zug die übrigen Gebäudeteile saniert und umgebaut. Priorität liegt hier auf den Gebäudeteilen A (Umbau Bürgerbüro) und Gebäudeteil B (denkmalgeschützte Sanierung).

Mit dem Umbau des Gebäudeteils A wird im EG ein zeitgemäßes und angemessenes Bürgerbüro geschaffen. So erfolgt einerseits eine Optimierung der Arbeitsabläufe des Bürgerbüros. Andererseits wird dadurch ein Förderkriterium der Richtlinien für die Städtebauförderung erfüllt, nämlich die sogenannte „Öffnung des Rathauses zum Quartier“. Im Erdgeschoss werden die dienstleistungsintensiven Abteilungen des Fachbereiches Bürgerservice u. Ordnung, wie z. B. Standesamt, angesiedelt. Für das Standesamt wird im Erdgeschoss ein großer multifunktionaler Trauraum eingerichtet. Gleichzeitig erfolgt im ganzen Gebäude eine Grundrissoptimierung sowie energetische Ertüchtigung.

Die Sanierung und energetische Ertüchtigung des Gebäudeteils B ist erforderlich,

um die Bausubstanz zu erhalten und Energiekosten zu sparen. Da es sich um ein denkmalgeschütztes, historisches Gebäude handelt, sind bei den Bauarbeiten spezielle Anforderungen zu berücksichtigen. Der bauliche Zustand des Gebäudes B ist schlecht. An dieser Stelle sei insbesondere auf die maroden Fenster, das veraltete Dach, die desolaten Sanitäranlagen und die beschränkt funktionsfähige Heizungsanlage hingewiesen.

Im Gebäudeteil C wird die Bürostruktur der künftigen Raumbelegungsplanung angepasst. Zu diesem Zweck werden einzelne Bürozuschnitte verändert. Darüber hinaus werden die sanitären Einrichtungen erneuert und erforderliche Renovierungsarbeiten in den Büros vorgenommen.

Zuletzt wird auch der Gebäudeteil E energetisch ertüchtigt und eine der Raumbelegung angepasste Grundrissoptimierung vorgenommen.


WIE HOCH SIND DIE KOSTEN?

 

Stand

09/2017

Stand

11/2018

(Baubeschluss)

Gebäude A

3.265 TEUR

 

Gebäude B

2.536 TEUR

 

Gebäude C

1.004 TEUR

 

Gebäude D

6.175 TEUR

7.152 TEUR

Gebäude E

1.080 TEUR

 

Summe

14.210 TEUR

 

Die Kosten für den Gebäudeteil D mussten aufgrund der Baupreisentwicklung und geänderten Ausführungszeiträume von 6,175 Mio. Euro auf 7,152 Mio. Euro angepasst werden.

Die Kosten für die übrigen Gebäudeteile hängen aufgrund der Baupreisentwicklung im Wesentlichen vom Ausführungszeitpunkt ab, welcher wiederum von Baubeschlussfassungen und Förderzusagen abhängt. Insofern handelt es sich bei den dargestellten Kosten um die Betrachtungen zum Zeitpunkt September 2017.


WER TRÄGT DIE KOSTEN?

Die Gesamtkosten werden voraussichtlich mit 60 % aus Städtebaumitteln des Landes NRW gefördert. Die restlichen Kosten werden durch die Stadt Borken getragen. Die Förderung für den Gebäudeteil D in Höhe von rd. 3,5 Mio. Euro wurde mit Bescheid vom 23.11.2018 bewilligt. Förderzusagen für die übrigen Gebäudeteile stehen derzeit noch aus.


WIE GEHT ES WEITER?

Der Bau des Gebäudeteils D startet Ende des Jahres 2020. Die Arbeiten werden voraussichtlich 15 Monate dauern. Die Terminierung der darauffolgenden Baumaßnahmen der übrigen Gebäudeteile hängt von der zukünftigen Bewilligung des Fördermittelgebers sowie der damit verbundenen weiteren Baubeschlussfassungen ab. Die Planungen werden aber, soweit möglich, bereits parallel vorbereitet und vorangetrieben. Nach jetziger Planung soll die Gesamtmaßnahme in 2024 beendet sein.

Je nach Bauabschnitt müssen Teile der Rathaus-Belegschaft zeitweilig umziehen. Aufgrund städtebaulicher Entwicklungsperspektiven und vorrangiger Bedarfe von Borkener Firmen steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, welche Ausweichflächen genutzt werden können. Die möglichen Interimsquartiere werden allerdings erst frühestens ab 2022 benötigt.


Ihre Ansprechpersonen

Frau Nina Eßeling

Nina.Esseling@­borken.de 02861/939-310 Adresse | Öffnungszeiten | Details

Herr Matthias Schröer

matthias.schroeer@­borken.de 02861/939 211 Adresse | Öffnungszeiten | Details

Herr Technischer Beigeordneter Jürgen Kuhlmann

juergen.kuhlmann@­borken.de 02861/939 103 Adresse | Öffnungszeiten | Details