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Denkmalliste A IV - Wohn- und Geschäftsbauten

Weitere Informationen zu den Denkmälern in Borken erhalten Sie bei der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Borken.

bezogen 1885
Heidener Straße 45, Von-Basse-Straße 1, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 16, Flurstück 188

Es handelt sich um einen an der Heidener Straße in der Nachbarschaft weiterer Villen gelegenen zweigeschossigen Backsteinbau mit flachgeneigtem Walmdach mit Schiefereindeckung. Die Front ist dreigeteilt mit je 2 Fensterachsen. Die mittlere Teilung wird betont durch einen halbrunden Erker mit 3 Fenstern im Erdgeschoss. Darüber ist ein Austritt mit Massivgeländer angelegt. Das Gebäude hat einen hohen Sockel mit Quaderputz. Über den Fenstern sind Rundbogen mit reichem Stuckwerk vorhanden. Die Traufattika ist mit einem muschelartigen Stuckband versehen.

Bürgerhaus, bezogen 1803
An der Alten Windmühle 1-3, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 6, Flurstück 861

Es ist ein eingeschossiges Backsteinhaus mit Mansarddach und je dreiachsigem Risalit an der Vorder- und Rückseite. Das Haus hat große Rechteckfenster mit Sandsteingewänden, die Entlastungsbogen sind mit geradem Stich versehen. Die Mitteltür ist über eine doppelläufige Freitreppe zu erreichen. Die Doppeltüre ist teils noch klassizistisch. Im Risalitgiebel befindet sich ein Ovalfenster mit Girlande. Die Seitengiebel wurden als Krüppelwalmgiebel behandelt. Auf der linken Seite (Osten) steht bis in Dachhöhe noch ein Bruchsteinrest des alten Vennetors.

bezogen 2. Hälfte 19. Jh.
Heidener Straße 34, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 7, Flurstück 474

Das Gebäude ist ein, an der Heidener Straße in der Nachbarschaft weiterer Villen gelegener, zweigeschossiger Backsteinbau mit neurenaissancehafter Stuckzier. Das flachgeneigte Walmdach mit Pfanneneindeckung ist neu und ohne Risalitgiebel. Das kubische Gebäude hat eine fünfachsige Fassade, kräftige Eckpilaster und Konsolgesims, Mittelrisalit mit Eingang über doppelläufiger Treppe. Im umlaufenden Gurtgesims sind Reliefkacheln in Brüstungsfeldern eingearbeitet. Die Villa ist eine der wenigen im Krieg nicht zerstörten Villen guter Qualität in Borken.

erbaut in den 1920-er Jahren
Heidener Straße 47, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 15, Flurstück 329

Das Gebäude ist eine an der ehem. Villenstrecke gelegene zweigeschossige kubische Villa mit pfannengedecktem Walmdach in neoklassizistischen Formen. Es ist ein Putzbau mit weitem Dachüberstand und kräftigen Eckpilastern. Die Fassade wurde zu drei Achsen mit rundbogiger Eingangstür mit mittleren Vorbau angelegt, darauf befindet sich ein Balkon mit geschmiedetem Gitter in barockisierenden Formen. An der Seite befinden sich weitere Anbauten.

Bürgerhaus, bezogen 1516
Johanniterstraße 22, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 6, Flurstück 1255

Es ist als zweigeschossiges gotisches Bürgerhaus eines der letzten historischen Wohnhäuser Borkens. Nach der umfangreichen Restaurierung 1974 - 1976 wird es als Wohn- und Geschäftshaus genutzt. Die Giebelfassade besteht aus einem teilrekonstruierten Dreistaffelgiebel. Das Gebäude wird jetzt von der westlichen Traufseite aus erschlossen. Die rückwärtige Giebelwand wurde in die neue Hofbebauung integriert.

Bürgerhaus, 1684 und Ende 18. Jh./19. Jh.
Kornmarkt 4, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 6, Flurstück 1309

Bei Neugestaltung und Neuaufbau des Kornmarktes wurde die Fassade des alten Hauses Vennestraße 1 von 1684 einbezogen. Dieses hatte erst im späten 18. Jh. seine vom Zopfstil geprägte Fassade erhalten. Im 19. und 20. Jahrhundert waren dann vor allem die Erdgeschossfenster verändert worden. Ursprünglich war das Haus auch an der rechten Seite eingebaut. Bei dem Neuaufbau der Fassade wurde zugunsten der Backstein-/Haussteinwirkung auf Putz verzichtet. In genau alter Form wurde nur der geschweifte Giebelabschluss restauriert.

Bürgerhaus, im Kern 16. bis 18. Jh.
Mühlenstraße 8, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 6, Flurstücke 407, 544

Das Gebäude hat eine städtebauliche wichtige Lage an der Aa am Rande der Altstadt. Es ist ein kräftiges, breitgelagertes Haus mit einer Fronst von 5 Achsen und einem kräftigen Dreistaffelgiebel, der ehemals mit Radaufsätzen versehen war. Die Traufseite ist schlicht, das Satteldach pfannengedeckt. Die Fenster wurden im 18. Jh. mit Sandsteingewänden ausgestattet. Nach Schäden im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude verändert und mit neuem Rauputz versehen. Die Durchbrechung des Erdgeschosses als Fußgängerweg ist in Rundbogenarkaden vorgenommen.

ehem. Wassermühle, im Kern 18. Jh.
Beckenstrang 91, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 31, Flurstück 84

Die ehemalige Wassermühle an der Borkener Aa ist eine der letzten in der Bausubstanz weitgehend erhaltenen Mühlen in Borken. Im 18. Jh. war es die Mühle der "Wandgilde". Im 19. Jh. wurde sie mehrfach verkauft und umgebaut, zuletzt wohl 1927. Zwischenzeitlich ist sie als Papiermühle genutzt worden. Bemerkenswert sind die beiden gleichen Bauten von Wohnhaus und Mühlengebäude. Die Gebäude aus Backstein mit pfannengedecktem Krüppelwalmdach bilden eine Torsituation zum Hof hin.

Altes Gästehaus der Jugendburg, 2. Hälfte 18. Jh.
Freiheit 24, 46325 Borken
Gemarkung Gemen, Flur 2, Flurstück 51

Das zweigeschossige Backsteinhaus mit dem hohen pfannengedeckten Walmdach liegt unmittelbar links vor dem ursprünglichen Burgeingang. Die Schmalseite ist als Fassade mit etwas über die Traufzone gehobenen Gebälk ausgebildet. Sie ist schmucklos. Durch die fein proportionierten Fenster mit ihren Sandsteingewänden wurde eine wirkungsvolle Gliederung erzielt. Typisch ist die etwas niedrige Ausbildung des Obergeschosses. Die Backsteinmauern wurden durch Verwendung von Blauköpfen belebt.

ehem. Wassermühle, im Kern 16. Jh., 1906 erweitert
Burloer Straße 129, 46325 Borken
Gemarkung Gemen-Kirchspiel, Flur 1, Flurstück 41

Die Neue Mühle an der Bocholter Aa zwischen Borken und Gemen war bis 1939 noch im Besitz des Hauses Gemen. Sie ist neben der Wassermühle von Haus Döring die älteste und besterhaltene in Borken. Das zweigeschossige Backsteingebäude mit dünner Putzschlämme hat ein pfannengedecktes Walmdach und einen kräftigen umlaufenden Spitzbogenfries, am älteren Teil auf Sandsteinkonsolen. An der Südwand zum Fluss sind im Sockel noch kräftige Sandsteinquader erkennbar. 1906 wurde das Wasserrad durch ein Turbinenhäuschen ersetzt.

Gebäude an der B 67, bezogen 1801
An der Eggelbrücke 25, 46325 Borken
Gemarkung Hoxfeld, Flur 5, Flurstück 222

Es ist eines der letzten gut erhaltenen Häuser dieser Art in der Borkener Umgebung. Das Bauernhaus aus verputztem Backstein mit hölzernen Fensterzargen steht auf T-förmigem Grundriss. Der zweigeschossige Wohnteil mit steilem, pfannengedeckten Krüppelwalmdach hat fünf (ehem. sechs), unsymmetrisch angeordnete Fensterachsen, eine davon tief. Durch Maueranker erfolgt der Hinweis: Anno 1801. Der eingeschossige Wirtschaftsteil im Westen ist relativ kurz. Er hat ebenfalls ein pfannengedecktes Krüppelwalmdach.

ehem. Wassermühle nähe B 70, 17. und 18. Jh.
Haus Döringweg 5, 46325 Borken
Gemarkung Marbeck, Flur 1, Flurstück 111

Es ist ein hübscher rechteckiger Blockbau mit leicht geschwungenem Pyramidendach mit Hohlpfannendeckung. Der Abschluss ist rundlich. Das Mauerwerk besteht aus Backstein unter Verwendung von Standsteindetails, an der Wasserseite sind große Sandsteinblöcke vorzufinden. Das unterschlächtige Wasserrad und das Wehr sind noch erhalten. Die Wassermühle ist ein bemerkenswert intaktes, früheres Beispiel dieses Typus. Sie ist Bestandteil der Gesamtanlage "Haus Döring".

Backsteinhaus
Holthausener Straße 9, 46325 Borken
Gemarkung Weseke, Flur 5, Flurstück 576

Es handelt sich um ein eingeschossiges Backsteinhaus mit sieben Achsen. Es hat ein Krüppelwalmdach mit Pfannendeckung sowie Sandsteinfenstergewände. Im Mauerwerk sind vereinzelt blaugebrannte Backsteine vorhanden. Das Gebäude hat eine ruhige, ausgewogene Gesamtproportionierung.

von 1734
Nordvelener Straße 40, 46325 Borken
Gemarkung Weseke, Flur 16, Flurstück 58

Es handelt sich um einen zweigeschossigen Fachwerkspeicher mit überkragendem Obergeschoss. Er hat ein Satteldach mit Pfannendeckung sowie zierliche Knaggen. Der Speicher wurde in der Stiltradition des 16./17. Jh. erbaut. Er ist der westlichste Fachwerkspeicher des münsterländischen Verbreitungsgebietes und eines der eindrucksvollsten Beispiele alter bäuerlicher Architektur Westfalens. Eine Knagge ist mit 1734 bezeichnet, andere Inschriften sind vorhanden.

Schornstein auf Hof Vornholt
Königskamp 1, 46325 Borken
Gemarkung Weseke, Flur 15, Flurstück 23

An der Kreisstraße 6 (Nordvelener Straße) steht auf dem Hofgelände Vornholt als letztes Bauwerk der ehemaligen Ölmühle der Schornstein. Er hat einen achteckigen Grundriss und ist ca. 16 m hoch. Der Schornstein wurde aus Ziegelmauerwerk errichtet, gefugt und wird durch 6 Kaminringe in jeweils 1,80 m Abstand gefasst. Sein Zustand ist gut (1983 renoviert).

18. und 19 Jh.
Freiheit 14, 46325 Borken
Gemarkung Gemen, Flur 2, Flurstücke 598

Das Gebäude bildet den Abschluss der oberen Freiheit nach Westen. Es liegt unmittelbar traufseitig an dem gestauten Arm der Aa, der zugleich in das Befestigungssystem der Wassergräben einzubeziehen ist. Der südlich gelegene Mühlenbau aus Backstein ist dazu quer angeordnet. Die Detailformen stammen aus dem späten 19. Jh. Die Wehrkonstruktion ist erneuert worden. Das Hauptgebäude ist in Fachwerk mit Satteldach errichtet. An der nördlichen Seite ist das Erdgeschoss zugunsten einer rechteckigen Durchfahrt ausgespart. Vom Denkmalschutz erfasst wird auch der Turbinenzulauf zur Mühle.

bezogen 1883
Heidener Straße 46, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 7, Flurstück 389

Das Gebäude ist eine spätklassizistische Villa in Blockform und zwei Geschossen. Es hat ein flachgeneigtes Zeltdach mit datierter Wetterfahne. Die Front ist dreiachsig mit gekuppelten Rundbogenfenstern, seitlich je 2, in der Mitte je 3 zusammengefasst. Die vorgelegte Loggia vor dem Mittelteil im Obergeschoss ist als Balkon ausgebildet. Die Seiten sind schlichter gegliedert. Der Straßenabschnitt, an dem das Gebäude liegt, wird durch die vornehme Villenbebauung des späten 19. Jh. geprägt.

bezogen 1897
Heidener Straße 37, 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 16, Flurstück 242

Die reichste Villa in Borken liegt in einem großen Park an der ehemaligen Villenstraße. Es ist ein zweigeschossiger Putzbau mit verschiefertem Satteldach. Der reiche Stuck, wie auch die Risalitgiebel und Türme, sind in Renaissance-Formen ausgebildet. Das Gebäude hat jeweils sechsachsige Trauffassaden mit einem zweiachsigen Risalit links. Im Obergeschoss befindet sich daran ein Fenstererker mit einem Flachgiebel. Links im Giebel ist ein Türmchen mit spitzem Kegeldach. Darauf ist eine Wetterfahne angebracht. Der Park wird umgeben von einer Pfeilermauer mit geschmiedetem Gitter.

um 1707, an der Straße von Marbeck nach Heiden
Engelradingstraße 32, 46325 Borken
Gemarkung Marbeck, Flur 9, Flurstück 23

Das Gebäude wurde auf einer älteren Burganlage errichtet, deren Wälle das Grundstück noch teilweise umschließen. Ursprünglich als Gemener Festung gegen die Herren von Heiden errichtet, fällt es im 14. Jh. an die letzteren. Von 1638 bis 1932 war es im Besitz der Freiherren von Velen. Das Haupthaus mit datierten Kamin von 1707 ist wohl gleichzeitig in der heutigen Form entstanden. Es ist ein eingeschossiger Bau und einem kräftigen pfannengedeckten Walmdach. Auf der Dachmitte befindet sich ein Holztürmchen mit Spitzhelm. Putz mit Quadersitzung aus dem 19. Jh.. Die Rückseite zeigt die Backsteinmauern frei. Die eigentliche Konstruktion ist aus Fachwerk.

18. und 19. Jh.
Achter de Waake 13, 46325 Borken
Gemarkung Gemen, Flur 2, Flurstück 265

Kleinstädtisches Wohn- und Wirtschaftshaus mit Längsdeele, ursprünglich ganz aus Fachwerk, 18. Jh.. Im Laufe des 19. und 20. Jh. allmähliche Umbauten. Nach Süden und Westen wurden die Mauern weitgehend massiv ersetzt und im Inneren der Wohnbereich ausgedehnt. Dabei wurde das Ankerbalkengefüge, welches im Westmünsterland eine typische Bauform war, teils aufgegeben, um eine zweigeschossige Kammeraufteilung zu ermöglichen. Im Inneren ist die alte Wohngestalt erhalten. Die alte Küche, Keller und Kellerkammer zeigen die Gestalt des frühen 19. Jh., die Kammern im Südwesten die der Zeit zwischen 1870 und 1910. Die Deele und das Deelentor zeigen noch unverbaut den frühen Zustand (18. Jh.).

um 1900 bis 1915
Ahauser Straße 77, 46325 Borken
Gemarkung Gemen, Flur 4, Flurstück 1797

Eingeschossiges Wohnhaus im Villenstil um 1900 bis 1915. Putzbau mit Krüppelwalmdach mit Risalit zur Straße, der seitlich versetzt angeordnet ist. Hier ist im Erdgeschoss ein Jugendstilfenster in Hufeisenform mit Stuckrahmen Blickpunkt der Fassade. Das Giebeldreieck ist mit Sichtfachwerk gestaltet. Städtebauliche bedeutend in Reihung ähnlicher, gleich alter Bauten gelegen. Das Gebäude stellt aufgrund seiner äußeren Erscheinung und seiner Lage ein bedeutendes Bauwerk im Stadtteil Gemen dar.

um 1900 bis 1915
Ahauser Straße 79, 46325 Borken
Gemarkung Gemen, Flur 4, Flurstück 752

Eingeschossiges villenartiges Wohnhaus mit doppelgeschossigen Erkertürmchen an der Trauffassade. Der Putzbau zeigt um die Fenster Stuckdekor, der die barocken Motive im Sinne des Jugendstils originell umformt. Dem Stil nach zwischen 1900 und 1915 erbaut; mit Nr. 77 in einer städtebaulich bedeutenden Reihung liegend. Stadtgeschichtlich von Interesse ist die Erbauung durch jüdische Mitbürger. Das Gebäude stellt aufgrund seiner äußeren Erscheinung, seiner Lage und seiner Geschichte ein bedeutendes Bauwerk im Stadtteil Gemen dar.

Bauernhaus und Speicher
Ramsdorfer Straße 50, 46325 Borken
Gemarkung Weseke, Flur 23, Flurstück 89

Das massive Bauernhaus ist in Backsteinbauweise unter Satteldach errichtet. Fenster und Türrahmungen sowie das auch auf den Giebelseiten fortgesetzte Traufgesims sind hell gefasst. Ausstattungsdetails wie Türen, Fliesen und Natursteinplatten sind original. Bei dem Speicher handelt es sich um ein massives Gebäude in Backsteinbauweise unter Krüppelwalmdach. Die Fenster sind in hellgefassten Blockzargen eingebaut. Das Gebäude verfügt über einen älteren Kern, vielleicht sogar aus dem 16. Jahrhundert: zwei kleine Kreuzgratgewölbe im Mittelpfeiler.

ab 1877
Osseler Weg 29, 46325 Borken
Gemarkung Weseke, Flur 14, Flurstück 22

1877 in den Mauerankern datierter massiver Speicher in Backseinbauweise, dreigeschossig. Der Speicher befindet sich einem Gräftenring. Die hölzerne Tür mit Oberlicht mit Vierpass-Fassungen in einer weißen Rahmung eingefasst. Das Gebäude ist bedeutend für Borken, insbesondere für den Ortsteil Weseke, als besonders gut erhaltenes massives Speichergebäude. Außerdem zeigt es uns die in dieser Zeit wichtig werdende metallene Fenster. Das Gebäude ist aus baugeschichtlichen Gründen wichtig, weil es die Tradition, ein Speicher in einem Gräftenring zu errichten, bis ins letzte Viertel des 19. Jahrhunderts hinein zeigt.

zwischen 1824 und 1842
Booheide 9, 46325 Borken
Gemarkung Grütlohn, Flur 3, Flurstück 220

Das bäuerliche Anwesen Booheide 9 wurde an dieser Stelle zwischen 1824 und 1842 errichtet. Im Laufe der zeit erhielt es Umbaumaßnahmen, die zu dem jetzigen Überlieferungszeitpunkt geführt haben. Das Haus ist bedeutend für die Geschichte des Menschen in der Stadt, hier für die kleinbäuerliche Schicht, weil es ein Beleg ist für die Wohn-, Arbeits- und Produktionsverhältnisse im bäuerlichen Bereich in der Zeit zwischen 1824 und 1960. Die sich verändernden Lebensbedingungen und Ansprüche an Wohn- und Arbeitsraum sind an dem Objekt ablesbar. Das Gebäude ist bedeutend als Beleg für die Siedlung, hier als Bestandteil der Einzelhof- und Drubbelstruktur der Bauernschaft Grütlohn/Westenborken.

Wohnhaus, um 1914
Fleter Esch 7, 46325 Borken
Gemarkung Marbeck, Flur 5, Flurstück 93

Denkmalwert ist das gesamte nach 1914 errichtete Haus. Besonders zu erwähnen sind die drei barocken Türen, die sich in dem Zimmer im Hochparterre gegenüber von dem Haupteingang befinden. Denkmalwert ist außerdem die zweiflügelige schmiedeeiserne Toranlage und die Pfeiler, an dem die Torflügel aufgehängt sind. Der Hof war von einer Gräfte umgeben und bestand aus mehreren Inseln. Für die Errichtung des Hauses wurden die Gräfte und die Inselstruktur beibehalten. Es liegt die Vermutung nahe, dass die barocken Türen aus dem Kloster Marienbrink stammen. Massives backsteinernes Haus, eingeschossig auf hohem Kellergeschoss unter Mansarddach, mit roter Ziegeldeckung. Die Türen und Fenster sind hell umrahmt. Die Haupteingangsseite besitzt einen Dreiecksgiebelaufsatz.

Gewölbekeller 17. Jh. jüd. Ritualbad 18. Jh.
Neustraße 5, 46325 Borken
Gemarkung Gemen, Flur 2, Flurstück 180

Denkmalwert ist der Gewölbekeller: zweiräumig mit Tonnengewölbe sowie das sich darin befindende Becken und die schmiedeeisernen Haken oberhalb des Beckens und des südlichen Podestes. Das Kellergewölbe mit dem Tauchbad ist bedeutend f. d. Geschichte des Menschen, insbes. d. jüdischen Bevölkerung in der Gemeinde Gemen, als gebautes Zeugnis und somit sichtbarer Beleg f. d. Existenz einer jüdischen Gemeinde dort. Kellergewölbe u. Tauchbad sind außerdem von Bedeutung für die Geschichte der Juden aus den benachbarten politischen Kommunen, die ebenfalls zu der orthodox geprägten Gemeinde in Gemen gehörten. Für die Erhaltung u. Nutzung liegen wissenschaftliche, hier religionsgeschichtliche Gründe vor. Das Kellergewölbe u. das Tauchbad sind bedeutend als notwendige Räumlichkeiten zur Ausübung jüd. Rituale.

Ackerbürgerhaus aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts
Ahauser Straße 34-36, 46325 Borken
Gemarkung Gemen, Flur 3, Flurstück 279

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein massives Backsteingebäude, ursprünglich errichtet als Ackerbürgerhaus und Doppelwohnhaus, neun Achsen lang, in der mittleren Achse, wie noch ersichtlich, befand sich eine Tenne die aber bereits in der Mitte der 1940er Jahre zugesetzt wurde, es wurde hier eine Tür eingebaut. An der Nordseite wohnte der Erbauer, hier befinden sich eine Eingangsdiele mit Terrazzofußboden und ein bauzeitlicher Kamin mit Fliesenspiegel Sowohl in der linken Haushälfte wie auch in der rechten befindet sich jeweils ein Keller mit Upkammer. In der linken Haushälfte zur Gartenseite an der Traufseite hin, in der rechten Haushälfte an der Giebelseite. Im Inneren des Hauses sind mehrere alte bauzeitliche Haustüren erhalten. In der rechten Haushälfte wurde eine historische Kaminanlage eines Bauernhauses angebracht. Das Gebäude ist bedeutend für die Stadt Borken, insbesondere für den Ortsteil Gemen außerhalb des Ortskerns, als Beleg für die Wohn- und Lebensumstände der Ackerbürger im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Es ist sind ein gut überlieferter Beleg für diese Gebäudegattung im Bereich Borken-Gemen.

Spätklassizistische Villa aus dem Ende des 19. Jahrhunderts
Heidener Straße 41 46325 Borken
Gemarkung Borken, Flur 16, Flurstück 164

Denkmalwert ist das Gebäude Heidener Straße 41, ein zweigeschossiger Massivbau mit flach geneigtem Walmdach und voller Unterkellerung, in der inneren Struktur und in den bauzeitlichen Details aus den Jahren um 1900. Das Äußere der im spätklassizistischen Stil errichteten Villa zeigt einen braungelben Verblendstein, Architekturdetails in Putz sowie eine erneuerte Ziegeldeckung. Allein die Rückseite ist vollständig verputzt und mit weniger reichen Details ausgezeichnet. Zum Denkmalumfang zählt auch das Podium mit Brüstungsgitter vor der Haustür, welches 1925 ergänzt wurde. Der Südanbau aus den Jahren 1941 und 1971 ist nicht Teil des Baudenkmals.
Im Flur des Erdgeschosses sind Schmuckfliesen verlegt, neben der Treppe ein einfacheres Bodenmosaik mit Rahmung. Die Räume zur Straße und der Mittelflur sind mit stuckierten Deckenrosetten in reicher Detaillierung ergänzt, außerdem finden sich in einem Raum auf Vorbilder des 18. Jahrhunderts zurückgehende Stuckierungen. Die bauzeitliche, zweiläufige Holztreppe umfasst ein Geländer mit einer engen Folge von Profilstäben, dazu einen aufwendigen Antrittspfosten.
Das Gebäude Heidener Straße 41 liegt an der Landstraße, die den Altstadtkern der Stadt Borken östlich tangiert und nach Norden am Bahnhof vorbeiführt. Diese freistehende Lage an der Ausfallstraße nach Heiden gibt dem Gebäude stadtbildprägenden Charakter.

Das Gutachten der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen vom 19.02.2020 ist Teil der Begründung der Eintragung.

Ihre Ansprechperson

Herr Martin Dahlhaus

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