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Fußverkehr in Borken:

Zu Fuß unterwegs zu sein, ist die spontanste, individuellste Fortbewegungsweise. In Borken werden 8 % der Wege (Kreis Borken 2015) zu Fuß zurückgelegt. Zur Erhöhung des Fußverkehrsanteils setzt die Stadt Borken in den kommenden Jahren auf die Förderung des Fußverkehrs.

Da eine alleineige Ausrichtung auf den Fußverkehr den Zielsetzungen der Nahmobiliät widerspricht, wird der Fußverkehr in allen konzeptionellen Entscheidungen mitberücksichtigt. Das bedeutet bei Neuplanungen, den Verkehrsraum grundsätzlich von außen nach innen zu planen. So soll gewährleistet werden, dass für Fußgänger nicht nur Restflächen übrigbleiben. Dies gilt auch für den Umbau im Bestand.

Der Dimensionierung von Anlagen für den Fußverkehr richtet sich, neben den vorhandenen Flächen in Abwägung mit weiteren Interessen und dem Anspruch, vordergründig nach dem Bedarf. In Wohngebieten in Borken wird im Regelfall ein niveaugleicher Ausbau der Verkehrsflächen durchgeführt. In geschäftsstarken Bereichen in der Innenstadt haben sich Fußgängerzonen im Mischverkehr mit Radverkehr etabliert. Generell werden Gehwegbreiten möglichst nach den Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straße und Verkehrswegen (FGSV) geplant. Laut den Empfehlungen für Fußverkehrsanlagen (EFA) ist eine Regelbreite von 2,50 m anzustreben. Dort wo es die Bestandssituation nicht anders zulässt, ist eine Mindestbreite entsprechend der Barrierefreiheit (Handbuch Barrierefreiheit Verkehrsanlagen – HBVA) mit einer nutzbaren Breite von 1,50 m anzuwenden.

Für Menschen mit einer hohen Nahraumorientierung sind gute Bedingungen für das zu Fuß gehen besonders wichtig. Insbesondere Kinder, Jugendliche und ältere Menschen (sog. nahmobilitätsaffine Bevölkerungsgruppe) legen einen Großteil ihrer Wege zu Fuß zurück, z.B. zur Schule, zum Einkaufen, für Erledigungen oder Arztbesuche.

Nahmobilität und Nahversorgung bedingen und stärken sich gegenseitig: Der lokale Einzelhandel lebt insbesondere von Kunden, die in fußläufiger Entfernung wohnen oder arbeiten, umgekehrt stellt das Vorhandensein attraktiver Ziele in der Nähe die Voraussetzung für eine wohnortnahe Grundversorgung dar.

Zudem gewinnt der Fußverkehr im Zusammenhang mit Themenfeldern wie Klima-und Lärmschutz, Nahversorgung, urbane Lebensqualität, Gesundheit, demographischer Wandel und soziale Teilhabe zunehmend an Bedeutung.

Um Konflikten mit dem fließenden Verkehr vorzubeugen, setzt die Stadt Borken vermehrt auf barrierefreie Querungsstellen, die einen sicheren Straßenseitenwechsel gewährleisten. Ebenso werden Bushaltestellen nach barrierefreien Standards umgebaut. Dies ist zwischenzeitlich für mehr als die Hälfte der Bushaltestellen im Stadtgebiet erfolgt.

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