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Mögliche Energiemangellage

Gemeinsam Energie sparen

Es sind bewegende und herausfordernde Zeiten, in denen wir uns befinden. Die aktuelle Weltlage führt dazu, dass die Energiepreise seit Monaten weltweit steigen: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine wirkt sich so mit Mehrkosten auf die Endverbraucherinnen und Endverbraucher aus. Neben Gas betrifft dies auch andere Energieträger wie Strom, Öl, Holz oder Biomasse. Um den steigenden Kosten und auch einer drohenden Energiemangellage im Herbst und Winter Rechnung zu tragen, ist Energiesparen das Gebot der Stunde. Ganz klar: Der günstigste und effizienteste Beitrag zur Energieeinsparung ist die Energie, die nicht verbraucht wird. Wenn alle mitmachen, können wir eine Menge erreichen!


Richtiges Verhalten bei Stromausfall

Vor dem Stromausfall:

  •  Halten Sie einen Vorrat an alternativen Lichtquellen bereit: Taschenlampen (batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), solarbetrieben, Kurbeltaschenlampe oder LED-Leuchten), Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge, Camping- oder Outdoor-Lampen (batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), LED-Leuchten oder Petroleumlaternen (passenden Brennstoff vorhalten)). Legen Sie am besten alles zusammen an eine Stelle, die Sie auch im Dunkeln gut erreichen können.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio bereit. Über die lokalen Radiofrequenzen erhalten Sie im Notfall wichtige Informationen.
  • Bevorraten Sie Trinkwasser, Lebensmittel und Hygieneartikel. Ohne Strom funktioniert die Wasserversorgung nur eingeschränkt. Auch Supermärkte haben dann geschlossen.
  • Mit warmer Kleidung und Decken lässt sich die Heizung eine Zeit lang ersetzen. Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz anlegen.
  • Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen, Telefonen etc. geladen sind oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit.
  • Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks können bei Stromausfall eine Hilfe sein.
  • Denken Sie daran, eine ausreichende Bargeldreserve im Haus zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
  • Denken Sie vor allem auch an Ihre persönliche Notfallvorsorge, z. B. bei chronischen Krankheiten, pflegebedürftigen Angehörigen oder Lebensmittelvorlieben.

Wenn der Strom weg ist:

  • Achten Sie auf aktuelle Hinweise im Radio. Ein Kurbel- oder Autoradio funktioniert auch ohne Strom.
  • Rufen Sie den Notruf der Polizei (110) oder Feuerwehr (112) nur im Notfall an. Stromausfall an sich ist noch kein Notfall.
  • Wenn die Heizung ausfällt, können Sie sich mit zusätzlicher Kleidung und Decken warm halten.
  • Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten.
  • Nutzen Sie einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen - es besteht Erstickungsgefahr!
  • Wenn Sie Kerzen verwenden, besteht erhöhte Brandgefahr. Seien Sie vorsichtig.
  • Schalten Sie elektrische Geräte, die vor dem Stromausfall noch in Betrieb waren, aus. Damit helfen Sie eine sofortige Überlastung des Stromnetzes zu verhindern, wenn der Strom wieder fließt.

Wenn der Strom zurückkommt:

  • Schalten Sie Geräte nur nacheinander wieder ein, um eine Überlastung des Stromnetzes (auch in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung) zu verhindern.
  • Überprüfen Sie Lebensmittel in Kühlschrank und Tiefkühltruhe. Angetaute Lebensmittel sollten Sie sofort essen oder wegwerfen.
  • Kontrollieren Sie Uhren, Wecker usw. Evtl. sind die Uhren durch den Stromausfall stehen geblieben.
  • Füllen Sie Ihre Vorräte wieder auf.
  • Sorgen Sie für den nächsten Stromausfall vor: Taschenlampe, Radio, Notvorrat usw.

Quellenangabe: Die Informationen stammen in Teilen vom Kreis Soest, aus der Warn-App NINA sowie vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

 

Weitere Verhaltenstipps - zum Beispiel bei Unwetter und Hochwasser - gibt es auf der Internetseite des Kreises Borken: hier.

Stürme, Hochwasser, starker Schneefall, Cyberangriffe oder globale Konflikte: Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch in unserer Region – trotz der sehr sicheren Stromversorgung in Deutschland – das Stromnetz für mehrere Stunden oder Tage unterbrochen sein kann.

Bei einem Stromausfall funktionieren unmittelbar die Festnetztelefone nicht mehr, auch das Mobilfunknetz kann nach wenigen Stunden zusammenbrechen. Das hat zur Folge, dass Notrufe über die 112 die Kreis-Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst sowie über die 110 die Kreispolizeibehörde Borken nicht mehr erreichen und auch Informationen zur aktuellen Lage nicht mehr über das Internet und die Social-Media-Kanäle an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben werden können.

Für diesen Fall gibt es im Stadtgebiet Borken sechs Anlaufstellen – sogenannte Notfall-Infopunkte (NIP) – die im Katastrophen- und Großeinsatzfall bei gegebener Notwendigkeit kurzfristig aktiviert werden können. Die Notfall-Infopunkte befinden sich hier:

  • Jugendhaus Borken, Josefstraße 1, in Borken
  • Julia-Koppers-Gesamtschule, Auf der Flüt 9, in Borken
  • Astrid-Lindgren-Schule, Rheder Straße 16, in Burlo
  • Cordulaschule, Cordulastraße 1, in Gemen
  • Engelradingschule, Schukstraße 1, in Marbeck
  • Dorfgemeinschaftshaus, Im Thomas 6, in Weseke

Eine Karten-Übersicht der NIP gibt es hier.

An diesen Notfall-Infopunkten ist dann Einsatzpersonal vor Ort, bei dem Sie

  • dringende Notrufe (Medizinische Notfälle, Feuer, Unfälle, Polizeinotruf) an die Leitstelle
  • Informationen zur aktuellen Lage und Situation erhalten 

Über das Aktivieren der NIP werden Sie – soweit das in der Situation noch möglich ist – über Informationskanäle der Stadt Borken (www.borken.de, Pressemitteilungen der Stadt Borken sowie die Kanäle der Stadt auf Facebook, Instagram und Twitter) sowie über die lokalen Medien oder Lautsprecherdurchsagen informiert. Ein eigenständiges Aufsuchen der Standorte ist zudem grundsätzlich jederzeit möglich.


Die Notfall-Infopunkte stellen ein Grundangebot an Informationen und eine Plattform für Notfall-Meldungen dar. Es handelt sich dabei also nicht um Betreuungsstellen, sodass ein längerfristiger Verbleib bzw. eine langfristige Versorgung der Bevölkerung nicht vorgesehen ist. Nähere Informationen zur eigenen Vorsorge für mögliche Stromausfälle finden Sie hier.

Wo erhalte ich im Notfall die wichtigsten Informationen?

Warn-App Nina

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, können Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einem Großbrand erhalten. Optional auch für Ihren aktuellen Standort. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert. Mehr Infos hier.

Lokale Radiofrequenzen

Allgemeine Hinweise zum Schadensereignis erhalten Sie über den lokalen Rundfunksender (Radio WMW). Die jeweiligen Frequenzen für Borken:

  • per Antenne: 97,6
  • per Kabel: 105,8

Sirenen

Die Warnung der Bevölkerung vor Gefahren ist eine vordringliche Aufgabe der Kreise, Städte und Gemeinden des Landes. Eine Möglichkeit, große Teile der Bevölkerung schnell auf eine Gefahr aufmerksam zu machen, ist die Auslösung eines akustischen Signals durch Sirenen. Bei Katastrophen und großen Schadensereignissen können Ihre Sicherheit und Ihr Eigentum gefährdet sein. Um diesen Umständen zu begegnen, gibt es im Kreis Borken ein Sirenenwarnsystem.

Bitte beachten Sie diese Informationen über die Sirenensignale und ihre Bedeutung. Das beste Warnsystem nützt wenig, wenn die Warnungen nicht verstanden werden. Diese Informationen und Hinweise sollen Ihnen helfen, „im Falle des Falles“ die Sirenensignale richtig zu deuten und entsprechend zu handeln: hier.

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz