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Florian, der fremde freireisende Landwirt

28-jähriger Landwirt aus Bad Segeberg Besuchte auf seiner Walz die Kreisstadt Borken

Das zünftige Reisen von Handwerkern, auch als „Walz“ oder „Tippelei“ bezeichnet, hat in Deutschland eine uralte Tradition, die mit einigen zeitgemäßen Anpassungen bis zum heutigen Tage überlebt hat. Seit dem Spätmittelalter im 15. Jahrhundert war die Wanderschaft von Handwerkern in vielen Städten und Gewerben eine der Voraussetzungen für den Gesellen, die Prüfung zum Meister anzutreten. Nur als solcher wiederum war es damals möglich, sich als Bürger einer Stadt eintragen zu lassen. Mit der einsetzenden Industrialisierung im 18. Jahrhundert verlor die gewerbliche Wanderschaft allmählich an Bedeutung, sie war jedoch selbst in den 1920er Jahren in Deutschland noch weit verbreitet.

Handwerker, die sich auf traditioneller Wanderschaft befinden, werden als „Fremdgeschriebene“ oder „Fremde“ bezeichnet. Sie verpflichten sich, drei Jahre und einen Tag zu wandern, und in dieser Zeit einen Bannkreis von fünfzig Kilometern um ihren Heimatort nicht zu betreten. Da die weitaus meisten der „Fremden“ Bauhandwerker sind, ist nicht vielen bekannt, dass auch Angehörige anderer Handwerksberufe, wie zum Beispiel Tischler, Bootsbauer, Töpfer, Schmiede, Schneider, Instrumentenbauer oder auch Landwirte auf Wanderschaft gehen können.

Gestern besuchte Florian, der fremde freireisende Landwirt, ein 28-jähriger Landwirt aus Bad Segeberg, auf seiner Walz die Kreisstadt Borken. Er sprach bei Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing vor und freute sich auf den städtischen Eintrag mit Siegel in seinem Wanderbuch. Er ist schon 2 3/4 Jahre unterwegs und war schon in Mittel- und Südeuropa unterwegs. Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing wünschte ihm für seine restliche Walz und seine Zukunft alles Gute.

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