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Volkstrauertag am 15. November 2020

Statement der Stadt Borken und der katholischen sowie evangelischen Kirche Borken

Der Landesverband NRW im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. empfiehlt Kommunen vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie-Situation die Absage von Gedenkstunden anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages. Die Stadt Borken schließt sich dieser Empfehlung an.

In diesem Jahr werden am Ehrenmal im Stadtpark am 15. November die Flaggen gehisst und es erfolgt eine Kranzniederlegung mit einer kurzen Videobotschaft zum Thema Frieden und Verständigung. Diese wird über die Webseite und Social-Media-Kanäle der Stadt Borken abzurufen sein. Der öffentliche Teil vor Ort entfällt.

Nachfolgend eine gemeinsame Mitteilung der Stadt Borken und der evangelischen sowie katholischen Kirche Borken zum Volkstrauertag 2020.

 

- Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing, Stadt Borken:

„Wir feiern in diesem Jahr 75 Jahre Kriegsende. 75 Jahre Frieden in Europa.  „Kriegsende“ ist dabei ein tröstliches Wort: Der Schrecken ist an sein Ende gekommen. Aber wenn es ein Ende gibt, dann gibt es auch einen Anfang. Es heißt dann „Der Krieg ist ausgebrochen“. So verkleidet Sprache, was alle besser wissen: Kein Krieg bricht aus wie ein Vulkan. Menschen hatten den Krieg verantwortet, und die Kapitulation des „Dritten Reichs“ war Voraussetzung für den Aufbruch in eine Neuordnung unter den Leitsternen Demokratie und Menschenrecht. Es ist die Aufgabe von uns allen, nicht zu vergessen, dass Gewalt und Unrecht einen Ursprung haben, der im Kleinen Beginnt. Und es ist ganz besonders die Aufgabe von uns allen, die Anfänge eines solchen Ausbruchs zu verhindern.

Vor allem durch das Friedensprojekt der Europäischen Union ist es Europa als Kontinent gelungen, die längste ununterbrochene Friedenszeit herzustellen, die es jemals am Stück gab.

Wir sind ganz besonders an Tagen wie diesen aufgerufen, niemals zu vergessen, dass das nicht selbstverständlich ist.“

Mechtild Schulze Hessing
Bürgermeisterin der Stadt Borken

 

- Propst Rensing, Kath. Propsteigemeinde St. Remigius Borken:

„Jedes Jahr im November lenkt der Volkstrauertag unseren Blick auf die Opfer von Krieg und Gewalt, insbesondere auf die der beiden Weltkriege.

Jedes Jahr zeigen aktuelle Ereignisse tragisch deutlich auf, dass Friede auch in unserer Zeit alles andere als selbstverständlich ist. Die Terrorakte in Frankreich und Wien in den letzten Wochen sind da selbst hier in Europa schreckliche Beispiele.

Friede bleibt für uns auch 75 Jahre nach Kriegsende eine stete Herausforderung, ein Gut, das wir bewahren und schützen müssen, das immer wieder unsere Aufmerksamkeit braucht. Stehen wir dafür gemeinsam ein: heute im gemeinsamen Gedenken, im anerkennenden Zusammenleben und konstruktivem Zusammenwirken der Religionen, im verantwortlichen Auftreten, Entscheiden und Handeln der politisch und gesellschaftlich Verantwortlichen, im alltäglichen Leben von jeder und jedem von uns Tag um Tag. Wohlmöglich bleibt dann eines Jahres Friede nicht nur ein Ziel, sondern wird Wirklichkeit weltweit. Es lohnt sich in jedem Fall, dies nicht unversucht zu lassen.
Psalm 34 drückt es entschieden so aus: „Suche den Frieden und jage ihm nach.“

Christoph Rensing
Propst

 

- Evang. Kirchengemeinde Borken:

„Der Volkstrauertag ist immer ein Blick auf Krieg und Gewalt. Immer wieder jedes Jahr werden wir daran erinnert, wieviel Elend und Leid diese Kriege unsere Welt belasten. Dieser Tag heute soll daran erinnern, dass wir diese grausamen Taten nicht mehr zulassen. Es ist nicht Gottes Wille, dass die Menschen sich gegenseitig zerstören. Dieser Gedanke soll uns stets auch heute wieder in Erinnerung kommen.“

"Auch gute Menschen müssen sterben, aber der Tod kann ihre Taten und Namen nicht löschen."

In diesem Sinne ist in Gedanken bei Ihnen die Evangelische Kirchengemeinde Borken.

Kontakt für Presse und Medien:

Stadt Borken
Fachabteilung Kommunikation
und Städtepartnerschaften
- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartnerin:
Julia Lahann
Leitung der Fachabteilung
Telefon: 02861/939-106
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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