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Disziplinierung durch Religion - Wie der „münsterländische Menschentyp“ entstand - Vortrag von Professor Arnold Angenendt

Mit dem deutschen Theologen und Kirchenhistoriker, Professor Arnold Angenendt, startet die neue Vortragsreihe der VHS Bo...

Mit dem deutschen Theologen und Kirchenhistoriker, Professor Arnold Angenendt, startet die neue Vortragsreihe der VHS Borken, die sich den aktuellen Religionsfragen stellt und die Religion im gesellschaftlichen Wandel beleuchtet.

In seinem Vortrag, der am Dienstag, den 27. August 2013, um 19.30 Uhr im Vortragsraum des Klosters Gemen stattfindet, beschäftigt sich Professor Angenendt mit der Disziplinierung des Menschen durch die Religion. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie stark die Religion den Menschen – insbesondere im Münsterland – geprägt hat.

Die Medien sind voll davon, wie in vielen Ländern die Korruption den Alltag und das Handeln bestimmt. Die jüngsten Berichte über die Vorgänge in Italien unter Berlusconi sind nur eines von vielen Beispielen. Hierzulande sind solche Vorgehensweisen normalerweise nicht vorstellbar. Warum und wieso?

Schon Max Weber (gest. 1921) hat gültig beschrieben, welche Wirkungen der disziplinierende Calvinismus auf große Teile Europas hatte. An dieser Disziplinierung hat auch das Münsterland teil gehabt durch das jährliche Sittengericht des „Send“ und durch die Schulreform des Bernhard Overbeck (gest. 1826). Diese hat bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil nachgewirkt und die für das Münsterland redensartliche „Proprität“ herbeigeführt.

Professor Angenendt erläutert anschaulich diese Entwicklung, die zum „münsterländischen Menschentyp“ führte. Nach dem Studium der Katholischen Theologie und Geschichte in Münster wurde Arnold Angenendt 1963 zum Priester geweiht und war anschließend als Kaplan in Vreden tätig. Es folgten weitere Studien in Bonn, Rom und Paris, 1971 die Promotion und 1975 die Habilitation in Katholischer Theologie. Nach Lehraufträgen in Toronto, Bochum und Münster war Angenendt nach seiner Emeritierung Gastprofessor in Princeton und Paris. Zudem erhielt er den theologischen Ehrendoktor der Universität in Lund/Schweden. Als erster Geistlicher überhaupt wurde Angenendt eingeladen, vor der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau zu sprechen.

Ein besonderes Verdienst von Professor Angenendt ist es, dass er mentalitäts- und sozialgeschichtliche Ansätze in die deutsche Kirchengeschichtsschreibung integriert hat.

Karten sind ausschließlich zum Preis von 5,00 EUR an der Abendkasse erhältlich.

Kontakt für Presse und Medien:

Stadt Borken
Fachabteilung Kommunikation
und Städtepartnerschaften
- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartnerin:
Julia Lahann
Leitung der Fachabteilung
Telefon: 02861/939-106
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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