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„Kunst trifft Kohl“ - Kunstprojekt für Jedermann sucht Paten in Borken

„Kunst trifft Kohl“ ist ein Kunstprojekt jenseits von Galerien und Museen. Vielmehr werden Arbeiten zeitgenössischer Kün...

„Kunst trifft Kohl“ ist ein Kunstprojekt jenseits von Galerien und Museen. Vielmehr werden Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler in (teil)öffentlichen Orten wie Kleingärten und Vorgärten aufgestellt, um dort ganz unverbindlich ohne Schwellenängste zur Auseinandersetzung und zum Dialog anzuregen oder einfach nur die Sinne zu erfreuen.

Geboren und umgesetzt wurde die Idee zu diesem ungewöhnlichen Projekt zunächst in Münster Kinderhaus. 2011 wagte man sich erstmals in die Region und die angrenzenden Niederlande. Mit Hilfe von KooperationspartnernInnen und überregionalen KünstlernInnen erlangte das Projekt überregionale Anerkennung. Einer der Kooperationspartner war in 2011 der Stadtteil Gemen. Mit großem Engagement hatten seinerzeit die Bürgerinnen und Bürger die Kunstaktion aktiv unterstützt und Gemen für einige Wochen zu einem Anziehungspunkt für Kulturinteressierte gemacht.

„Vor einigen Wochen“, so Cornelia Baumann, Fachbereichsleiterin für Kultur und Weiterbildung der Stadt Borken, „erhielt ich aus Münster vom diesjährigen Kurator des Projektes, Bodo Treichler, einen Anruf, ob man das Projekt nicht auf das ganze Borkener Stadtgebiet ausdehnen könne und ich als Organisatorin vor Ort fungieren wolle.“ Nachdem einige grundsätzliche Fragen geklärt waren, war man sich schnell einig, dass Borken als Kooperationspartner fungiert und die Leitung bei Cornelia Baumann angesiedelt wird.

Inzwischen hat eine hochkarätige Jury aus den zahlreichen Bewerbungen 57 KünstlerInnen mit fast 200 Objekten ausgewählt, die ihre Arbeiten grenzüberschreitend in Münster, Borken/Gemen, Schöppingen, Ostbevern, auf dem Kreislehrpfad/Kreis Steinfurt, am Baumberger Sandsteinmuseum, Enschede, Delden und Winterswijk zeigen werden.

Die Zusammensetzung der KünstlerInnen ist heterogen. Neben professionellen KünstlernInnen präsentieren sich auch KünstlerInnen, die sich selber als HobbykünstlerInnen bezeichnen.

Jedem Betrachter soll es vorbehalten bleiben, die Arbeiten unvorbelastet und frei zu betrachten und sich mit ihnen auseinander zu setzen. Hier geht es nicht um kunsthistorische Bewertungen und differenzierte Erklärungen sondern darum, auf unkoventionelle Weise – quasi zwischen dem Kohl – Kunst zu präsentieren.

Die Bandbreite der auszustellenden Arbeiten ist groß. Lichtinstallationen finden sich ebenso wie klassische Bildhauerarbeiten, kinetische Arbeiten oder sogar Performances.

„Wir suchen Paten in Borken und den Stadtteilen Borkens für einen Teil der ausgewählten Arbeiten“, so Cornelia Baumann. „Die Patenschaft bedeutet, dass man in der Zeit vom 30. Mai bis 15. Oktober 2013 ein kleines Plätzchen im eigenen Garten zur Verfügung stellt, wo eine Arbeit installiert wird. Voraussetzung ist, dass der Ort einsehbar ist, da wir ja eine Art Skulpturenmeile schaffen wollen, die man besuchen kann“.

Im Vorfeld wird es selbstverständlich Gespräche zwischen den Paten und Künstlern geben, das Ganze wird vom Kulturbereich der Stadt Borken begleitet, offiziell eröffnet und entsprechend in den Medien vermarktet. Dazu gehört auch ein noch zu erstellendes Begleitheft.

Wer Interesse hat, als „Kunstpate“ zu fungieren, wende sich bitte telefonisch oder per E-Mail bis zum 26.April 2013 an die Fachbereichsleitung Kultur und Weiterbildung, Frau Cornelia Baumann (Telefon 02861-939 239, E-Mail: cornelia.baumann(at)borken.de).