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Starkregenkarten zum Hochwasserschutz in Borken

Bürgerversammlung am 25.11.2021, 19.00 Uhr, im Vennhof

Die Hochwasserkatastrophen in NRW und Rheinland-Pfalz im Juli dieses Jahres und unvergessen das „Jahrhunderthochwasser“ am 23. und 24.Juni 2016 in Gemen sind warnende Beispiele für die Macht der Natur. Um sich gegen derartige Starkregenereignisse zu wappnen, hat die Stadt Borken im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes Karten für hydraulische Gefährdungsanalysen zum kommunalen Starkregenrisikomanagement angefertigt.

Diese beruhen auf standardisierten Grundannahmen, die für die Erarbeitung von Starkregenkarten in NRW gelten. Unter der Annahme, dass die gesamte Kommune eine Stunde lang gleichmäßig beregnet wird, wurde untersucht, wie das Wasser sich verteilt und wo es sich staut. Im einem Szenario wird angenommen, dass in einem außergewöhnlichen Niederschlagsereignis eine Niederschlagsmenge von 42,5 mm pro Stunde (entspricht 42 l pro Quadratmeter und Stunde) über Borken niedergeht. In einem weiteren Szenario sind es dann in einem extremen Niederschlagsereignis 90 mm pro Stunde (entspricht 90 l pro Quadratmeter und Stunde).

Auf der Karte mit den Überflutungstiefen ist dargestellt, wie hoch das Wasser in dem Regenzeitraum von einer Stunde seinen höchsten Wasserstand hatte. Die Farbe zeigt an, wie hoch der höchste Wasserstand war: Hellblau eingefärbte Bereiche bedeuten, dass sich das Wasser an dieser Stelle bis zu einer Höhe von 10 bis 50 cm hoch gestaut hat. Bei dunkelblauen Flächen sind es 50 bis 100 cm und bei rot gefärbten Flächen sind es über einen Meter.

Auf Basis dieser Starkregenkarten soll es für die Stadt Borken und ihre Bürgerinnen und Bürger möglich sein, Gefährdungen im öffentlichen und privaten Bereich zu identifizieren. Dies bietet auch den Grundstückseigentümerinnen/-eigentümern die Möglichkeit, sich über die Gefahrenlage für ihr Grundstück zu informieren, so dass bereits im Vorfeld eines Starkregens entsprechende Vorkehrungen getroffen werden können. Die Karten dienen also in erster Linie der Katastrophen-Prävention.

Diese Starkregenkarten stellt die Stadt Borken ab sofort auf ihrer Internetseite vor und sind unter diesem Link zu finden:

www.borken.de/bauplanung/starkregengefahrenkarten.html

  1. Ein „außergewöhnliches Starkregenereignis“ (örtlich unterschiedlich zwischen 35,9 mm/h und 45,6 mm/h) (Szenario 2)
  2. Ein „extremes Starkregenereignis“, 90 mm/h (Szenario 3)

Wenn also ein Haus in einem der eingefärbten Bereiche liegt, ist es ein Hinweis, dass es bei solchen Starkregenereignissen in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Ob dies dann tatsächlich eintritt, ist von Haus zu Haus unterschiedlich und muss jeweils individuell eingeschätzt werden. 

Zur weiteren Erläuterung der Grundlagen von Starkregenereignissen und den Ergebnissen der Karten wird am Donnerstag, 25.11.2021, 19.00 Uhr, eine Bürgerversammlung im Vennehof stattfinden. Dort gibt es umfangreiche Informationen und eingehende Erklärungen von Experten, die für Ihre Fragen zur Verfügung stehen. Auch wird über Möglichkeiten informiert, wie und welche Vorkehrungen für den Katastrophenfall zu treffen sind.

Vorab können Sie sich mit Ihren Fragen und Anregungen gerne an Frau Demmert (bettina.demmert@borken.de) oder Frau Beekmeijer (Denise.beekmeijer@borken.de) vom Fachbereich Tiefbau und Abwasserbeseitigung der Stadt Borken wenden.

Foto: Hochwasser in Gemen am 24.06.2016

Kontakt für Presse und Medien:

Stadt Borken
Fachabteilung Kommunikation
und Städtepartnerschaften
- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartnerin:
Julia Lahann
Leitung der Fachabteilung
Telefon: 02861/939-106
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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