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Verbraucherzentrale gibt Tipps zu Inkassokosten - Beratung im Borkener Rathaus

Immer mittwochs von 14 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr im Borkener Rathaus, Im Piepershagen 17.

Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten Zahlungsaufforderungen durch ein Inkasso-Unternehmen, die nicht immer zu Recht bestehen. Auch wenn die Forderung berechtigt ist, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Kosten prüfen, bevor Sie zahlen. Nicht immer ist die Höhe der Inkassokosten angemessen. "Häufig drohen die Unternehmen mit Kosten für Gerichtsverfahren, mit Lohn- und Gehaltspfändung oder Zwangsvollstreckung", weiß Annette Feistmann von der Verbraucherberatung für den Kreis Borken. Lassen Sie sich davon nicht unter Druck setzen.

Wenn Sie unsicher sind, welche Inkasso-Kosten angemessen sind, können Sie sich bei Ihrer Verbraucherzentrale im Kreis Borken beraten lassen, ob und wie viel Sie überhaupt zahlen müssen. Annette Feistmann und ihr Kollege, Maik Böhme, haben folgende Tipps für Geschädigte:

1. Schreiben Sie stets das Inkassounternehmen an und setzen Sie die Firma, mit der Sie den vermeintlichen Vertrag geschlossen haben sollen, mit einer Kopie des Schreibens in Kenntnis.

2. Wenn Sie von einem Inkassounternehmen eine Zahlungsaufforderung erhalten, obwohl Sie der unberechtigten Forderung bereits nach Erhalt der Rechnung widersprochen haben, verweisen Sie auf den Widerspruch, und lehnen Sie eine weitere Geltendmachung als zwecklos ab.

3. Wenn die Forderung nicht berechtigt ist, zahlen Sie nicht, auch keinen anteiligen Betrag. Denn das könnte als Anerkenntnis gewertet werden. Ebenso wenig sollten Sie eine vom Inkassounternehmen vorgeschlagene Ratenzahlungsvereinbarung unterzeichnen, um die Forderung "abzustottern". Mit einer solchen Vereinbarung
erkennen Sie die Forderungen an und verlieren die Möglichkeit, sie zu bestreiten. Sie müssten dann selbst eine eigentlich unbegründete Forderung bezahlen oder hätten es zumindest erheblich schwerer, wenn Sie dann doch nicht (mehr) zahlen wollten.

4. Auch wenn die Forderung berechtigt ist, heißt das nicht, dass Sie alle geltend gemachten Inkassokosten zahlen müssen. Überprüfen Sie die Kosten, bevor Sie zahlen. Lassen Sie sich im Zweifel von den Kollegen in Borken beraten, welche Kosten angemessen sind.

5. Kleinstraten lohnen sich oft nicht. Denn sie können die Kosten höher treiben. Inkassounternehmen berechnen oft so hohe Kosten, dass die Forderung trotz der Ratenzahlung immer höher wird.

6. Grundsätzlich gilt: Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht verstehen.

7. Lassen Sie sich nicht einschüchtern! Mit Drohgebärden versucht man, Sie zur Zahlung zu bewegen. Auch hier gilt: Lassen Sie sich im Borkener Rathaus von den Verbraucherschützern beraten, wenn Sie unsicher sind, ob die von den Inkassounternehmen beschriebenen Maßnahmen tatsächlich drohen.

8. Erteilen Sie keinen Abtretungen.

Persönlichen Rat und Unterstützung finden Sie bei der Verbraucherzentrale. Das Team steht Ratsuchenden zweimal wöchentlich beratend zur Seite. Maik Böhme und Annette Feistmann beraten mittwochs von 14 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr im Borkener Rathaus, Im Piepershagen 17. Telefonisch sind die Verbraucherschützer an den beiden Tagen unter der Rufnummer 01590-45 667 24 erreichbar.

Kontakt für Presse und Medien:

Stadt Borken
Fachabteilung Kommunikation
und Städtepartnerschaften
- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartnerin:
Julia Lahann
Leitung der Fachabteilung
Telefon: 02861/939-106
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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