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VHS-Vortrag online: Relative Normalität und wachsender Antisemitismus – Jüdisches Leben heute

Ab Freitag, 28. Januar 2022, finden Sie den Vortrag auf dem YouTube-Kanal der VHS

© Judith Neuwald-Tasbach by Alexandra Roth – Mühlheim

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen, die Judith Neuwald-Tasbach seit fast 15 Jahren mit viel Umsicht führt, ist beispielhaft für die Nachkriegsentwicklung und für die gegenwärtige Lage jüdischer Gemeinschaften in Deutschland. Die Zuwanderung russischer Juden aus der zerfallenden Sowjetunion ließ in den 1990er Jahren auch die Gelsenkirchener Gemeinde stark wachsen. Die Stadt und die Landesregierung NRW unterstützten daher den Bau eines Gemeindezentrums mit Neuer Synagoge, das 2007 eingeweiht wurde. Unter der neuen Leitung von Judith Neuwald-Tasbach öffnete sich die Gemeinde mit Erfolg und wachsender Zuversicht für die Stadtgesellschaft. Seit mehreren Jahren indes sind die Gemeindeleitung und die Mitglieder mit einem wachsenden Antisemitismus konfrontiert, der das Alltagsleben prekär macht und im vergangenen Mai in einer hasserfüllten Demonstration vor der Synagoge gipfelte, die bundesweit Entsetzen auslöste.

Im Bewusstsein um die Geschichte und Fragilität jüdischen Lebens in Gelsenkirchen spricht Judith Neuwald-Tasbach in der Reihe „Geschichte ist mehr…“ (eine Kooperation des Stadtarchivs Borken, der VHS Borken und des Heimatvereins Borken e. V.) über die gegenwärtigen Probleme und Herausforderungen. Ihr 2001 verstorbener Vater Kurt Neuwald, ein Überlebender des Ghettos Riga, hatte 1945/46 in Gelsenkirchen ein neues jüdisches Leben mitbegründet und sich mehrere Jahrzehnte lang an führender Stelle im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Westfalen-Lippe und im Zentralrat der Juden in Deutschland engagiert.

Diese ursprünglich für den Vorabend des Holocaust-Gedenktages geplante Städtische Veranstaltung wird aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht live stattfinden, sondern an diesem Tage für Sie als Audio-Version aufgezeichnet.

Ab Freitag, 28.01.2022, finden Sie den Vortrag auf dem YouTube-Kanal der VHS Borken: www.youtube.com; Suchleiste: VHS Borken.

Für individuelle Fragen und Hilfestellungen steht Ihnen das VHS Sekretariat telefonisch unter 02861/939 238 und per E-Mail unter vhs@borken.de zur Verfügung.

Kontakt für Presse und Medien:

Stadt Borken
Fachabteilung Kommunikation
und Städtepartnerschaften
- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartnerin:
Julia Lahann
Leitung der Fachabteilung
Telefon: 02861/939-106
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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