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Zur Geschichte des Klosters

Klosterkirche

Etwa um 1220 wird in Groß - Burlo eine kleine Kapelle errichtet. 1245 übernehmen Wilhemitenbrüder die Gebetsstätte und errichten nach und nach ein richtiges Kloster, von dem auch die Bevölkerung der Umgebung seelsorglich betreut wird. Der Name "Mariengarden" taucht erstmals 1398 in Urkunden auf. 50 Jahre später schließen sich die Wilhelmiten den Zisterziensern an.

Bedingt durch die Wiedertäuferbewegung und durch Kriege kommt das klösterliche Leben fast zum Erliegen. Im 17. Jahrhundert erlebt das Kloster eine neue Blüte. 1718 wird das Kloster in seiner heutigen Gestalt vollendet. 1803 wird das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben.

Überregional bekannt wurde das Kloster durch den Friedensschluss von 1765 zwischen den Herzögen von Geldern und den Fürstbischöfen von Münster.

1920 werden die Oblaten bei einer Volksmission in Anholt auf das alte Klostergebäude aufmerksam gemacht, welches sich im Besitz des Fürsten Alfred zu Salm - Salm befindet. Er ist bereit, das Kloster an die Oblaten zu verpachten. Nach längeren und ausführlichen Renovierungsarbeiten entstand das erste deutsche Juniorat, welches 1924 die staatliche Anerkennung als Privatschule erhielt.

Vor allem die Versorgung der Junioristen und der Kommunität bereitete zunächst immer wieder große Sorgen, obwohl man eine eigene Landwirtschaft errichtet hatte. So wandte man sich sogar während der Inflationszeit an das benachbarte Holland, von wo man tatsächlich 1200 Zentner Lebensmittel erhielt.

1939 wird das Juniorat geschlossen, das Kloster bleibt eingeschränkt aber in Händen der Oblaten. Nach dem Krieg erteilt die Militärregierung die Erlaubnis, die Missionsschule wieder zu eröffnen. Anfang der 50er Jahre wird Mariengarden zum Progymnasium erhoben. Ende der 60er Jahre wird aus dem Progymnasium ein Vollgymnasium. Die ersten Abiturienten erlangen 1972 die Hochschulreife.