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Kath. Pfarrkirche zur unbefleckten Empfängnis, ehem. Franziskanerkirche und Kloster

Die zu dem historisch, kunstgeschichtlich und städtebaulich hochbedeutenden Komplex von Burg und Freiheit Gemen gehörige Kirchen- und Klosteranlage ist vorzüglich erhalten. Es handelt sich um eine typisch strenge einschiffige Kirchenanlage mit reichgegliederter Fassade in münsterländischen Barockformen und seitlich anschließend die schlichten, aber sorgfältig proportionierten Klostergebäude, heute im Münsterland selten, da die städtischen Klöster fast alle zerstört sind.

Bis auf die Orgel (neugotisch, 19. Jh.) ist die Ausstattung der Kirche komplett erhalten, nach der von Zwillbrock heute die geschlossenste im Münsterland und damit kunstgeschichtlich von hoher Bedeutung. Bei barocken Kirchenbauten gehören die Einrichtungsgegenstände fest zum künstlerischen Konzept des Kirchenraumes hinzu. Diese Einheit bedeutete im 17./18. Jh. nicht, dass alle Stücke nur von einem Künstler oder einer Werkstatt geschaffen sein mussten. Es ist sogar umgekehrt das Häufigere, dass verschiedene Künstler in längerem Entstehungszeitraum ein solches Ensemble schufen. Die künstlerische Einheit bezieht sich nicht nur auf die 3 Altäre, Kanzel und Empore, sondern auch auf Chorgestühl, Kirchenbank, Kommunionbank, Beichtstühle, Statuen, Bilder und Windfang.

Dazu ist noch die alt ausgestattete Sakristei bewahrt. Auch die Orgel (Gehäuse 19. Jh.) sowie der Kirchenvorplatz gehören zur historischen Ausstattung.