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Von einer Vorzeige-Burg zu den Anfängen der Erde im Geologischen Garten und zu einem Apothekergarten

Jugendburg Gemen

Ein Rundwanderweg von Gemen nach Weseke und zurück. Die Länge der Strecke beträgt rund 12 km. Wenn Sie mit dem Auto anfahren, finden Sie einen Parkplatz an der Coesfelder Straße (L 581) am Sportplatz in Gemen. Da der Wanderer befestigte und unbefestigte teils feuchte Wege geht, ist weiches, federndes Schuhwerk empfohlen.  

Über die Coesfelder Straße gelangen Sie zum Haupttor der Burganlage. Sie durchschreiten die Vorburg und haben vor der letzten Brücke das Ensemble der Kernburg vor sich. Der Ballturm mit seiner später aufgesetzten Haube ist der älteste und markanteste Bauteil. Daran angebaut ist der kasernenartige, rechteckige Pallas mit dem Archivturm in der Westecke. Nord- und Ostflügel schließen sich an den Pallas an. Der Eigentümer der Burg ist Graf Landsberg Velen. Der Pächter ist das Bistum Münster, das die Wasserburg als Jugendburg und Begegnungsstätte nutzt. Eine Innenbesichtigung ist wegen der vielen Seminare nur selten möglich.

Nach der Außenbesichtigung verlassen Sie durch das Holztor auf der Westseite das Burggelände und halten sich hinter dem Tor sofort rechts. Ein weiteres Tor ist zu sehen und daran das Andreaskreuz  X des Hauptwanderweges X 4 des Westfälischen Heimatbundes. Diesem Zeichen folgen Sie auf den nächsten 1,1 km. Der Weg führt an der Aa entlang rund um den hinteren Teil der Burg. Über eine kleine Brücke wird die Aa überquert und am neuen Gemener Friedhof geht es rechts in die mit vier Reihen knorriger Linden bepflanzte Allee „Am Sternbusch“. Nach einigen hundert Metern biegt der X 4 rechts ab. Sie wandern aber geradeaus und bleiben für die nächsten 3 km schnurgerade auf dieser Allee.  

Sie befinden sich jetzt im Vogelschutzgehölz „Sternbusch“, in dem noch viele selten gewordene Vogelarten beheimatet sind. Das Waldstück ist ursprünglich als französischer Landschaftsgarten geplant und angelegt worden, was man an den Wassergräben, die die Anlage umringt haben, erkennen kann. Der Weg endet fast an der stark befahrenen B 70 an dem asphaltierten Weg Schwotte Heck, wo Sie rechts abbiegen. Nach ca. 500 m biegen Sie links in den Pass-Feldweg ein, dann wieder links in den Späkersweg bis zum Ortseingang Weseke. Nach dem Ortsschild biegen Sie links in die Wiesenstraße ein. Sie gehen geradeaus durch das offene Gittertor und halten sich rechts.

St. Ludgerus Kirche Weseke
Heimathaus Weseke

Dieser Weg führt in das Gelände, auf dem der Heimatverein Weseke verschiedene attraktive Einrichtungen geschaffen hat und unterhält. Da ist zuerst das Tretwasserbecken, wo Sie Ihre heißgelaufenen Füße abkühlen können. Interessieren Sie sich für die Geschichte der Erde, können Sie im Geologischen Garten mit seiner Erdzeituhr die 4,5 Mrd. Jahre der Erdgeschichte gemächlich durchschreiten. Dort, wo der geologische Garten endet, beginnt der historische Apothekergarten. In Form einer Spirale angelegt, schickt er den Besucher auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Pflanzenheilkunde.

Wer das „Ländliche“ sucht, findet im 200 Jahre alten Weseker Heimathaus und dem gegenüberliegenden Backspieker: alte Möbel, vielerlei Gerätschaften, ein wärmendes Herdfeuer und einen alten Backofen. (Besuchszeiten: sonntags 10.00 – 12.00 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. 02862/1323 oder 02862/1761)   Weiter geht es am Ententeich vorbei bis zum Quellenhaus des Holtbach. Sollten Sie an einer Besichtigung des Ortskerns Weseke interessiert sein, oder möchten sich für den zweiten Teil der Wanderung in einem der Restaurants in der Ortsmitte stärken, müssen Sie von hier aus rd. 700 m geradeaus weiter über die Hauptstraße laufen. Übrigens lohnt eine Besichtigung der neugotischen Kirche St. Ludgerus wegen ihrer modernen farbenprächtigen Fenster.

Zurück zur Holtbachquelle geht es am Ententeich vorbei, bis Sie nach einigen Metern einen Feldbrandmeiler sehen können. Hier hat der Weseker Heimatverein die alte Technik des Ziegelbrennens wieder aufleben lassen. Ein Teil der Steine ist bei der Renovierung der Gebäude Heimathaus und Backspieker verwendet worden.

Vom Feldbrandmeiler geht es geradeaus weiter durch den Eichengrund bis zum Ende. Dort wenden Sie sich nach rechts und biegen nach einigen Metern links auf einen gepflasterten Fußweg, der auf die Hockweide mündet und auf dieser links weiter bis zum Ende der Straße. Hier rechts abbiegen auf den Pass-Feldweg und auf diesem rd. 500 m weit an einer Wiese vorbei bis zu einem kleinen Wäldchen. Hinter dem Wäldchen biegen Sie in einen unbefestigten Weg, der auf eine Schutzhütte zu läuft. Diese Schutzhütte ist das Gemeinschaftswerk Weseker Vereine. Sie gehen geradeaus weiter in den Wald, ein weiteres Stück vom Sternbusch. Auf diesem Waldweg folgen Sie der Beschilderung des Radwegesystem 2000 (rotes Fahrrad mit Pfeil). Der Waldweg endet an einem asphaltierten Weg, wo Sie nicht mehr den Zeichen des RWS 2000 folgen, sondern rechts abbiegen. Nun geht es nur noch geradeaus in Richtung Gemen.

Marienkirche in Gemen

Nach einiger Zeit erreichen Sie vor dem Gemener Friedhof die Stelle, wo Sie auf einer kleinen Brücke die Aa überquert haben. Wollen Sie Ihre Wanderung beenden, dann gehen Sie über die Brücke zurück, halten sich hinter der Brücke links und bei der nächsten Abbiegung rechts am Teich vorbei bis zum Parkplatz. Wenn Sie der historische Ortskern von Gemen interessiert, so wandern Sie auf der Hagenstiege weiter, bis sie an der Neustraße links in die Fußgängerzone einbiegen. Am Holzplatz biegen Sie noch einmal links ab, wobei rechter Hand das Ensemble der weißen Häuser des Holzplatzes zu sehen ist. Sie kommen durch die obere und untere  „Freiheit“, siedlungsgeschichtlich die Keimzelle der Stadt und können zum Schluss der Wanderung noch einen Blick in die barocke Marienkirche von 1708 werfen, bevor Sie zum Parkplatz zurückgehen.