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Maitremsen-Brunnen bekommt einen neuen Standort im Mühlenareal

Stadtverwandlung traf sich heute mit dem Künstler Hermann Kunkler, dem Grundstückseigentümer und dem Heimatverein Borken zu Beginn der Brunnendemontage vor der alten Volksbank.

v.l.n.r.: Berni Wissing (Vorsitzender Heimatvereins Borken), Max Kettelhack (Grundstückseigentümer), Hermann Kunkler (Künstler und Ersteller des Brunnens), Mechtild Schulze Hessing (Bürgermeisterin) und Gerd Domnick (städt. Bauleiter).

 

Die Arbeiten des ersten Bauabschnitts am Mühlenareal wurden im August 2020 planmäßig beendet und die neue Brücke und der Kreisverkehr freigegeben. Der 2. Bauabschnitt umfasst den Neubau des Stauwehrs, die Fischtreppe mit neuer Fuß- und Radwegbrücke am Wehr in der alten Mühlenstraße und eine neue Fußgänger- und Fahrradbrücke im Park sowie die Freianlagen mit Aufenthaltsmöglichkeiten an den Uferzonen. Dieser 2. Bauabschnitt soll nun am 09.11.2020 starten.

 

Im Rahmen der Gestaltung Aufenthaltsmöglichkeiten wurde beschlossen, den Maitremsen-Brunnen von der alten Volksbank hin zum neuen Stauwehr am Standort der ehemaligen Stadtmühle zu verlegen. Dies erfolgte im Abstimmung mit dem Raesfelder Künstler Hermann Kunkler, der den Brunnen im Jahre 1978 erstellt hatte. Der Brunnen stellt mit seinen zwei sich ursprünglich drehenden aufrechten Mühlrädern die Beziehung zur alten Stadtmühle her. Im oberen Bereich des Brunnens krönt eine Maitremse als weiteres Symbol der Stadt Borken. Der Brunnen wurde vom damaligen Direktor der Volksbank, Norbert Empting, initiiert und sollte den Bereich Ecke Mühlenstraße / Am Kuhm aufwerten. Erfreulicherweise spendete die Volksbank nach allen erforderlichen Gremienbeschlüssen die Summe der Baukosten an die Stadt Borken. Am 23.06.1978 wurde der Brunnen vom damaligen Bürgermeister Alfons Kutsch mit den Worten "Wasser Marsch" in Betrieb genommen.

Der Brunnen bzw. die Tradition ist eng mit der dortigen Nachbarschaft verbunden. Diese Tradition war besonders in den 1920er und 1930er Jahren sowie in den ersten Nachkriegsjahren ein in der Nachbarschaft durchgeführter Brauch. Erst im letzten Jahr wurde die Beliebtheit der "Maitremse" in der Wahl zum Kulturgut für die Zukunft (Apokalypse Münsterland) bestätigt. Da der Brunnen nicht am bisherigen Standort verbleiben kann, soll er im Bereich der neuen Platzfläche am Mühlenwehr wieder funktionstüchtig aufgebaut werden.

Heute fand zu Beginn der Brunnendemontage vor der alten Volksbank ein Ortstermin mit dem Künstler Hermann Kunkler, dem Grundstückseigentümern Max Kettelhack, dem Vorsitzenden des Heimatvereins Borken Berni Wissing, Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing und dem städt. Bauleiter Gerd Domnick statt.

Der Maitremsen-Brunnen soll demontiert und überarbeitet werden, insbesondere sollen die Kalkablagerungen soweit möglich entfernt und die Schaufelräder wieder gängig gemacht werden. Anschließend soll das Wasserspiel im Zuge der Bauarbeiten des 2. Bauabschnitts auf der anderen Straßenseite vor teils historischer "Mühlenwand" wieder funktionsfähig aufgestellt werden. Damit kann der Brunnen im Bereich der Nachbarschaft verbleiben. Hierfür hatten sich Heimatverein und Nachbarschaft eingesetzt.

Der mittlerweile 93-jährige Hermann Kunkler konnte sich noch gut an Details des Brunnenbaus erinnern und gab den städtischen Mitarbeiten Tipps zur Demontage.

Bürgermeisterin Mechtild Schutze Hessing freute sich über die Kooperation mit Hermann Kunkler und die positiven Gespräche mit allen Beteiligten über die Zeit der Erstellung. "Wir haben einen schönen und vor allem passenden Standort für den Brunnen in der Nachbarschaft gefunden, der zum Verweilen einlädt und den Brunnen besser zur Geltung bringen wird", so Schulze Hessing.

 

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