Skip navigation

Auftaktworkshop am Samstag, 21.11.201

Podiumsbeiträge und Diskussion
(Zusammenfassung der Statements und Wortmeldungen)

Zentrale Fragen: Wie sehen Sie die aktuelle Situation der Kultur in Borken? Was sind aus Ihrer Sicht Ziele der Kulturentwicklungsplanung?

Beiträge vom Podium

Benjamin Böhr, Borken Beach: Die Möglichkeiten des Marketings sind gezielt einzusetzen, um auch Jugendliche (wieder) für die Kultur zu gewinnen. Generell stellt sich die Frage: Wie lässt sich Kultur vermarkten, um einen hö­heren Bekanntheitsgrad zu erlangen? Darüber hinaus sind Kooperationen anzustreben.

Dr. Britta Kusch-Arnhold, Stadtmuseum Borken: Kultur ist immer auch geistige Nahrung, deshalb muss Kultur sein. Wichtig ist, in der Borkener Kulturlandschaft mehr Struktur zu schaffen. Das Stadtmuseum ist als kultureller Ort zu verstehen, an dem sich Kulturinteressierte, Kulturschaffende und Kulturveranstalter treffen, gemeinsam arbeiten, sich austauschen. Dies ist auch die Kernaussage des Regionaleantrags und neuen Konzeptes des Hauses.

Klaus Queckenstedt, Kunstverein Borken: Die Kulturentwicklungsplanung ist eine Zukunftsplanung für Borken. Ziel muss es sein, die Strukturen zu verbessern. Kultur ist ein elementarer Standortfaktor. Dies wird auch durch die positive Beurteilung des Landes bzgl. des aktuellen Regionaleantrages deutlich.

Hartmuth Schlüter-Müller, KulturRaum³: Es gibt zu wenig finanzielle Mittel für die Kultur in der Stadt, des Weiteren fehlen ein Leitbild, ge­meinsame Ziele und - ganz konkret - geeignete Räumlichkeiten für die diversen Veranstaltungen.

Heike Wilde, Heimatverein Borken: Der Kulturentwicklungsplan bietet die Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad der kulturellen Einrichtun­gen zu verbessern und parallel eine stärkere Vernetzung zu erreichen.

Beiträge aus dem Plenum

Günter Vosgröne, Kulturgemeinde Borken: Die Kulturgemeinde macht ein Programm aus allen Sparten (Themenvielfalt), Ziel ist dabei, dass es keine Über­schneidungen gibt, die Koordination der Termine ist von großer Bedeutung. Zudem darf kein Überangebot geschaffen werden. Darüber hinaus muss das Thema "Qualität" auch ein Bestandteil des Kulturentwicklungsplanes sein.

Paul Schepping, Borkener Stadtmusik: Verwiesen sei auf den "Kulturdialog" aus den 1980er Jahren. Es ist begrüßenswert, dass jetzt in Borken dieser Prozess gestartet wird. Die Kommunikation ist zu professionalisieren. Es müssen alle Kultursparten gleichwertig gewichtet werden.

Ursula Langer, Teilnehmerin: Die alternative Kultur, welche alternative Lebensstile charakterisiert, ist genauso Bestandteil des Borkener Kulturlebens wie die sog. Hochkultur. Sie muss ihre freien Orte haben, um sich darzustellen, auch in Museen. Generell ist ein "Ort für freie Kultur" als zentraler Wunsch zu nennen.

Ulrike Benson, Teilnehmerin: Kinder und Jugendliche der Stadt sollen in Sachen Kultur so früh wie möglich "mit ins Boot" geholt werden. Es müssen Stolpersteine (Aufmerker) gesetzt werden, um auf Kultur aufmerksam zu machen.

Alfons Thesing, Teilnehmer: Entscheidend für das kulturelle Angebot sind die Bürgerinnen und Bürger, der Kulturentwicklungs­plan soll also einen Rahmen für individuelles und nicht öffentliches Handeln bilden. Dabei sind die Kulturverbände unverzichtbar.

Hartmuth Schlüter-Müller, KulturRaum³: Zentral ist die Frage: Was können wir als Stadt machen? Borken braucht im Bereich der Kultur mehr Struktur und Professionalisierung. Es muss ein Zukunftsbild erarbeitet werden.

Prof. Dr. Norbert Linke: Pläne allein nützen nichts, die Umsetzung ist entscheidend. Viele Kultursparten sind bisher nicht berücksichtigt. Wichtig ist die Zukunft der Musikschule, welche seit 26 Jahren über kein eigenes Gebäude verfügt. Mechtild Schulze Hessing, Bürgermeisterin: Das Thema "Musikschule" inklusive der Frage eines eigenen Gebäudes hat für die Stadt Borken eine hohe politische Priorität.

Angelika Thoms, Kunstverein Borken: Die Stadt Borken hatte früher ein Leitbild "Borken - ich mag Dich" mit dem Ziel, ein Wir-Gefühl zu erzeugen. Dieses Wir-Gefühl muss wieder aktiviert werden - auch mit dem Instrument der Kultur. Die stärkere Förderung der Kultur soll Ziel eines Kulturentwicklungsplans sein.

Alexander Bischoff, Teilnehmer: Aus Sicht eines Kulturinteressierten fällt auf, dass rund fünf Mio. Euro für den Umbau des Stadt­museums zur Verfügung gestellt werden, gleichzeitig fehlt es an Räumen für andere Kulturbereiche. Bisher ist ein Aus­tausch nicht möglich und es fehlen vor allem junge Menschen unter den Kulturveranstaltern und Kulturvermittlern.

Benjamin Böhr, Borken Beach: Es gilt, darauf hinzuweisen, dass Jugendliche nur schwer zur Kultur kommen, sondern dass die­se zu ihnen gebracht werden muss.

Dr. Norbert Fasse, Stadtarchiv Borken: Begriffe und Rollen sind zu definieren: Wer sind Veranstalter, wer Vermittler? Es muss herausgearbeitet werden, was das Spezifische in der Borkener Kul­tur ist. Es fehlen ausreichende finanzielle Mittel. Es ist wichtig, Authentisches zu schaffen, Zielgruppen auszuma­chen, diese besser anzusprechen und die generelle Reflexion darüber, was "unser Anliegen" ist.

Ludger Rickert, Midlife Company: Es sollte nicht vergessen werden, "wo wir uns befinden" und dass besonders auch die kleinen An­gebote, die mit viel Herzblut initiiert werden, unterstützt werden. Früher gab es für junge Leute Kultur in der Stadt­halle, aktuell gibt es ein viel zu dünnes Programm. Daher fahren Jugendliche weit, um z.B. Konzer­te zu erleben. Wichtig ist eine kulturelle Planung, welche diese "Abwanderer" zurückholt.

Alexander Bischoff, Teilnehmer: Entscheidend ist in diesem Prozess vor allem die Glaubwürdigkeit der Politik.

Alfons Thesing, Teilnehmer: Wichtig ist ein Kulturkalender mit der digitalen Ankündigung aller aktuellen Veranstaltungen in der Stadt. Es muss öffentlich werden, wo sich geeignete Räume für Kulturveranstaltungen befinden. Gewünscht ist nicht die Eventkultur. Bei allen Kulturveranstaltern ist der gegenseitige Re­spekt notwendig. Stefanie Bußkönning, Kulturgemeinde: Ein Kalender für Kulturtermine ist vorhanden, dieser kann von allen genutzt werden.

Silke Nürnberg, Neumühlenschule: Die Neumühlenschule bietet Kunstangebote für und mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, darunter teils Behinderte, jüngst auch erweitert um Konzertangebote.

Sigrid Wingerter, Ratsmitglied Die Vernetzung und Koordinierung der diversen Termine ist ein wichtiges Ziel. Zudem sollte darüber nachgedacht werden, einen Kalender mit einer Übersicht aller Kulturangebote an alle Borkener Haus­halte zu verteilen. Grundsätzlich muss das Ziel sein, die Ergebnisse aus dem Prozess der Kulturentwicklungsplanung umzusetzen.

Robert Kemper, Kammerchor Collegium Canticum: Eine strategische Stadtentwicklung, welche die Kulturentwicklungsplanung beinhaltet, ist von großer Bedeutung. Beim jetzt startenden Prozess gilt: "Alle sollen beteiligt werden."



Kontakt:

Sie haben Fragen und Anregungen zur Kulturentwicklungsplanung in Borken?

Wir sind gerne für Sie da:

Ihre Ansprechperson

Frau Bianca Finke

Bianca.Finke@­borken.de 02861/939 243 Adresse | Öffnungszeiten | Details