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Untersuchung zu Sicherung und Verlusten an kommunalem Schriftgut im Zweiten Weltkrieg

Beitrag aus dem Stadtarchiv in den „Westfälischen Forschungen“ Nr. 69/2019 zur Situation im Altkreis Borken 1939-1945

Die druckfrisch erschienenen "Westfälische Forschungen" Nr. 69/2019 erhalten auch einen Beitrag aus dem Stadtarchiv Borken.

Blick ins umfangreiche Inhaltsverzeichnis der "Westfälische Forschungen" Nr. 69/2019

Die Geschichte vieler Städte des südlichen Westmünsterlandes weist zwischen Anfang der 1930er Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kriegsbedingt große Lücken auf. Dies trifft auch auf die Verwaltungen der Stadt Borken sowie des ehemaligen Amtes Marbeck-Raesfeld zu. Beide verloren infolge von Bombardierungen als Vorbereitung des Vormarsches alliierter Truppen einen großen Teil ihrer Registraturen. Bewusste Vernichtung von z.T. als geheim eingestuften Unterlagen, Diebstahl oder Wasserschäden sorgten für weitere Schädigungen. Das damalige Amt Gemen-Weseke hatte hingegen kaum Verluste, jedoch weisen auch hier die überlieferten Akten so manche Lücken auf.

Warum aber blieben manche Unterlagen trotzdem erhalten, wie bereiteten sich die Kommunen im damaligen Altkreis Borken auf die Auswirkungen des Luftkriegs vor? Dieser Frage ging Thomas Hacker, Diplomarchivar im Borkener Stadtarchiv, in einem 20-seitigen Beitrag in den „Westfälischen Forschungen“ Nr. 69/2019 nach. Hierbei beleuchtet er auch die Geschichte eines Bergungsbunkers zwischen Rhedebrügge und Rhede zwischen 1939 und 1944 sowie kriegsbedingte Umlagerungen von Registraturgut ins Reichsinnere.

Der insgesamt 688 Seiten umfassende Band der „Westfälischen Forschungen“ besitzt in diesem Jahr den Themenschwerpunkt „Public History in der Regional- und Landesgeschichte“, der aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet wird. So finden sich beispielsweise Beiträge zum historischen Jubiläum als Motor der Public History (Winfried Müller), zu kolonialen Spuren in Erinnerungsdiskursen der Stadt Münster (Philipp Erdmann) oder zur Regional- und Landesgeschichte im Fernsehprogramm des WDR (Beate Schlanstein). Jahresberichte der Kommissionen des LWL sowie Buchbesprechungen sind ebenso zu finden.

Die "Westfälischen Forschungen" erscheinen im Verlag Aschendorff (Münster) und können über den Buchhandel zum Preis von € 69,60 (ermäßigter Abonnementspreis € 52,20) bezogen werden.