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"Rote Bank" in Hoxfeld eingeweiht - Vierte Bank als Symbol

gegen häusliche Gewalt an Frauen im Stadtgebiet Borken

Im Rahmen der "Rote Bank"-Aktion wurde am vergangenen Freitag die vierte Rote Bank im Stadtgebiet Borken am Pröbsting-See eingeweiht. Neben der stellvertretenden Bürgermeisterin Claudia Biela und der Gleichstellungsbeauftragten Carina Sienert, machte auch die Integrationsbeauftragte Brigitta Malyszek noch einmal auf die Wichtigkeit des Themas aufmerksam. Hierzu trug sie unter anderem das Gedicht „Die Gewalt“ von Erich Fried vor. Musikalisch untermalt wurde die Einweihung von der Veeh-Harfen-Gruppe (Gemeinschaftsprojekt der Musikschule Borken und vom Haus der Begegnung) bestehend aus Johannes Foremny, Liana Tarkhanyan, Ali Hamza Ece und Brigitta Malyszek. Neben dem Hoxfelder Ortsvorsteher Thomas Gantefort waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend.

Auf der neuen Roten Bank sind nach oben ragende Hände verschiedenster Hautfarben zu sehen, die nach Hilfe „rufen“. Final gestaltet wurde sie von Frauen aus dem Haus der Begegnung. Zehra Rezai Mehraban fertigte die Zeichnung an, die Idee entwickelte sie gemeinsam mit der Ehrenamtlichen Ursula Haßenkamp sowie der Integrationsbeauftragten Brigitta Malyszek. Weiterhin ist an die Bank eine Plakette angebracht, die auf Hilfsangebote aufmerksam macht. Ergänzt wird die Rote Bank durch die Stahlskulptur „Der Traumfänger“. Die Figur öffnet die Arme zum Himmel und steht symbolisch für Freiheit. Gestaltet wurde sie von dem aus Stadtlohn stammenden Künstler Norbert Then, der sich bereits an zahlreichen Projekten vom Haus der Begegnung beteiligt hat.

Zum Hintergrund: Die Rote-Bank-Aktion, die durch die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Borken im Rahmen des 20-jährigen Bestehens der „GewAlternativen“, des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt, initiiert wurde, geht zurück auf die Aktion „Panchina rossa“ (rote Bank) aus Italien. Seit 2016 wird dort so auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht, Menschen werden über das Thema „geschlechtsspezifische Gewalt“ informiert und sensibilisiert. „Die Farbe Rot steht hierbei symbolhaft für das vergossene Blut der Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden“, betont die Gleichstellungsbeauftragte Carina Sienert.

Im Sommer letzten Jahres startete die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Borken einen Aufruf, um Mitwirkende für das Projekt zu finden. Neben Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen meldeten sich auch die Tischlerei Wienand und Hummelt Metallbau, die exklusiv für das Projekt eine Bank entworfen haben, die mithilfe zweier Tischlerinnen gebaut werden. Angebracht an die Bank ist eine Plakette, neben Hilfsangeboten für betroffene Frauen, Männer und Kinder sowie für Angehörige ist auch ein QR-Code abgebildet, der zur Internetseite der GewAlternativen führt, wo weitere Hilfsmöglichkeiten aufgeführt sind.

Im Laufe des nächsten Jahres sollen auch in den anderen Ortsteilen dauerhaft Rote Bänke installiert werden, um für die Thematik zu sensibilisieren und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen. Gestaltet werden diese von verschiedenen Borkener Gruppen. Die Einweihung soll jeweils im Rahmen der Möglichkeiten um eine Veranstaltung ergänzt werden. Die entsprechenden Termine werden vorab bekannt gegeben.

Die „Rote-Bank-Fahrradtour“, die aktuell vom Borkener Marktplatz über die Gemener Freiheit zum Apothekergarten Weseke führt, wird noch um die weiteren Standorte der Roten Bänke ergänzt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen, die Strecke nachzufahren. Der vollständige Streckenverlauf ist als gpx-Datei auf dem Komoot-Account der Tourist-Information Borken zu finden. Dazu müssen Interessierte im eigenen Komoot-Profil die „Tourist-Information Borken“ als Freundin hinzufügen und ihr folgen. Komoot ist ein digitaler Routenplaner, eine Navigations-App, ein Tourenverzeichnis und ein soziales Netzwerk.

Foto v. l.: Zehra Rezai Mehraban, Integrationsbeauftragte Brigitta Malyszek, Künstler Norbert Then, stellv. Bürgermeisterin Claudia Biela, Gleichstellungsbeauftragte Carina Sienert, Ortsvorsteher Thomas Gantefort (Copyright: Elke Vieth)

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