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Solarstrom: Speichern oder einspeisen?

Tipps und Hinweise zu Photovoltaik-Anlagen und den Einsatz von Batteriespeichern gibt die Verbraucherzentrale NRW.

Wer eine Photovoltaik-Anlage besitzt, freut sich ganz besonders über die ersten Sonnenstrahlen im Frühling. Denn mehr Sonne bedeutet mehr selbstproduzierter Strom und geringere Energiekosten. Besonders verlockend klingt die Möglichkeit, seinen Strom mithilfe eines Batteriespeichers jederzeit verfügbar zu machen, egal ob gerade die Sonne scheint oder nicht. Thomas Seltmann, Referent für Photovoltaik bei der Verbraucherzentrale NRW, weist jedoch auf mögliche finanzielle Nachteile eines Batteriespeichers für Privathaushalte hin: „Leider rechnet sich die Anschaffung von Batteriespeichern für Privathaushalte in den meisten Fällen noch nicht. Die Einspeise-Vergütung für den nicht direkt selbst verbrauchten Strom ist derzeit für Verbraucher die finanziell attraktivere Lösung.“ Tipps und Hinweise zu Photovoltaik-Anlagen und den Einsatz von Batteriespeichern gibt die Verbraucherzentrale NRW.

- Solarstrom selber nutzen: Je mehr Solarstrom direkt im Haus verbraucht wird, desto besser. Denn das vermeidet den Einkauf von teurem Strom aus dem Netz. Wer darauf achtet, elektrische Geräte wie die Wasch- oder Spülmaschinen bewusst zu Sonnenzeiten einzuschalten, profitiert am meisten von der eigenen Anlage.

- Überschüssiger Strom: Der nicht genutzte Strom kann entweder gegen eine Vergütung ins allgemeine Netz eingespeist oder für die spätere eigene Nutzung in einer Solarbatterie gespeichert werden. Wer sich für einen Speicher entscheidet, macht sich unabhängiger von Stromversorgern und gestaltet aktiv die Energiewende mit.

- Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern: Viele Anbieter von Batteriespeichern werben mit Kosteneinsparungen durch ihre Produkte. Tatsächlich lohnt sich die Anschaffung für Privathaushalte in der Regel nicht. Denn die Anschaffungskosten sind hoch. Die Speicher kosten je Kilowattstunde Kapazität etwa 700 bis 1.200 Euro. Die Lebensdauer der Speicher wird oft überschätzt und in der Kalkulation zu lang angesetzt. Selbst mit öffentlichen Fördermitteln sind die Investitionskosten daher wesentlich höher als der finanzielle Vorteil, der durch den selbst genutzten Solarstrom entsteht. Darüber hinaus legen Anbieter ihrer Kosten-Nutzen-Kalkulation häufig unrealistisch hohe Strompreissteigerungen zugrunde. Unberücksichtigt bleibt oft auch, dass ein Speicher den Stromverbrauch im Haushalt erhöht. Durch Batterieverluste, Umwandlung des Stroms und Stand-by-Verbrauch kommen im Jahr 200 bis 400 Kilowattstunden zusammen.

- Den passenden Batteriespeicher finden: Wer sich trotzdem für die Anschaffung eines Solarspeichers entscheidet, sollte bei der Auswahl auf die richtige Größe achten. Häufig wird die Kapazität der Batteriespeicher zu groß gewählt. Dadurch zahlen Verbraucher Tausende Euro zu viel und ein großer Teil der gekauften Speicherkapazität wird gar nicht genutzt. Die Kapazität des Speichers sollte sich daher am persönlichen Stromverbrauch orientieren.

Individuelle und unabhängige Beratung zu Photovoltaikanlagen gibt die Energieberatung der Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung oder 0211 33 996 555.

Informationen zur energetischen Modernisierung und erneuerbarer Energie bietet die Verbraucherzentrale NRW im Rahmen des Projekts Energie2020plus an, das mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert wird.

Kontakt für Presse und Medien:

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Fachabteilung Kommunikation
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