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Stadtrat beschließt: Stadt Borken soll "Fairtrade-Stadt" werden - Verwaltung soll notwendige Maßnahmen für eine erfolgreiche Bewerbung durchführen

Der Rat der Stadt Borken hat in gestriger Sitzung am 05. Oktober 2011 beschlossen, dass die Stadt Borken den Titel „Fair...

Der Rat der Stadt Borken hat in gestriger Sitzung am 05. Oktober 2011 beschlossen, dass die Stadt Borken den Titel „Fairtrade-Stadt“ aktiv angehen soll. Der folgende Beschluss erging einstimmig:

1. Die Stadt Borken strebt den Titel „Fairtrade-Stadt“ an.

2. Als erster Schritt soll bei allen Ausschuss- und Ratssitzungen sowie im Bereich des Büros des Bürgermeisters neben dem bereits fair gehandelten Kaffee ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet werden.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Maßnahmen für eine erfolgreiche Bewerbung durchzuführen.

4. Über den aktuellen Sachstand der Bewerbung soll einmal im Jahr, frühestens im Frühjahr 2012, dem Rat berichtet werden.

Bei der Kampagne „Fairtrade-Towns“ handelt es sich um eine Initiative, die unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft zusammenbringt. Getragen wird die Kampagne von TransFair (Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ e.V.).

Fünf Kriterien müssen erfüllt sein, um „Fairtrade-Stadt“ zu werden. Nach Erfüllung aller Kriterien, Einreichung der Bewerbung und Prüfung durch TransFair e.V. wird der Titel „Fairtrade-Stadt“ für zunächst zwei Jahre vergeben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne erfolgt eine Überprüfung, ob folgende, nachstehend aufgeführte Kriterien, erfüllt sind bzw. auch weiterhin erfüllt werden:

1. Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade-Stadt“ anzustreben.

2. Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade-Produkte ausgeschenkt. Bei der Einwohnerzahl der Stadt Borken müssten nach den Vorgaben von TransFair 9 Geschäfte und 5 Gastronomiebetriebe vorhanden sein, die Fair Trade-Produkte verkaufen oder ausschenken.

4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt. Bei einer Einwohnerzahl unter 200.000 muss lt. TransFair jeweils eine Schule, ein Verein und eine Kirche gewonnen werden.

5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“.

Die Chancen der Stadt Borken in absehbarer Zeit die Auszeichnung „Fairtrade-Stadt“ verliehen zu bekommen, sind aus Sicht der Verwaltung als gut zu bezeichnen.

Kontakt für Presse und Medien:

Stadt Borken
Fachabteilung Kommunikation
und Städtepartnerschaften
- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartnerin:
Julia Lahann
Leitung der Fachabteilung
Telefon: 02861/939-106
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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