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Die Wahl ist gefallen!

„Borkener Wahlarena“ hat Kulturgut für die Zukunft gewählt: Wir schicken die Maitremsen-Feier zur Rettung in die kulturarme Zukunft.

"Die Zukunft braucht mehr Maitremse!" hieß es nicht nur in der Wahlrede für den Borkener Brauchtum, auch am Ende eines kurzweiligen und unterhaltsamen Abends in der „Borkener Wahlarena“. Nach 11 flammenden Wahlreden von Musikern, lokalen wie regionalen Autoren und Fachleuten zu Borkener Kulturgütern hat das Publikum am Donnerstag, den 6. Dezember 2018 entschieden: Wir schicken die Maitremsen-Feier zur Rettung in die kulturarme Zukunft.

Dabei war die Entscheidung für die Besucher und Besucherinnen der Wahlarena nicht einfach zu treffen. Insgesamt standen 11 Kulturgüter zur Wahl. Neben dem ehemaligen Wetterhahn, der auf St. Remigius thronte und an die Ursiedlung erinnert, aus der Borken entstanden ist, über den Thorazeiger aus der jüdischen Synagoge Borkens, bis hin zur alten Stadtwaage vom Marktplatz waren die unterschiedlichsten Objekte vertreten. Auch zwei „Universalwerkzeuge“ wurden vorgestellt: Die Wähler konnten sich zwischen dem „Schweißer Tassenmesser der Steinzeit“ – dem Faustkeil – und dem Vertreter der ersten technischen Medienrevolution – der Druckerpresse – entscheiden. Als Gegenentwurf zu den modernen Medien von Instagram, Photoshop und Co. wurden zwei Portraits – von der Borkener Malerin Julia Schily-Koppers und ein Bild des ehemaligen Bürgermeisters Johann Heinrich Arning in weiteren Wahlkampagnen beworben. Mit der Merian-Bibel, die laut Wahlrede auch als „Supertherapeutin“ in der Zukunft fungieren könnte, und der Taubenfibel als universelles Symbol des friedlichen Miteinananderlebens standen zwei weitere Kulturgüter zur Wahl. Mit einem feinen Jäckchen aus dem 18. Jahrhundert sollte auch die Bekleidungskultur in der Zukunft nicht zu kurz kommen.

Trotz dieser großen Auswahl hat sich am Ende die Maitremsen-Feier durchgesetzt. Damit schickt schicken wir eine Tradition die Zukunft, die sich nur hier erhalten hat und die wie keine andere für Gemeinschaftsgefühl und das Zusammenschaffen steht. Die Zukunft braucht also das „wir. Viele schaffen mehr, viele wenden in Gemeinschaft die Apokalypse ab.

Nun werden sich Studenten der FH Münster, Fachbereich Architektur (Münster School of Architecture, MSA) überlegen, wie die Maitremsen-Feier digitalisiert und virtuell in Szene gesetzt werden soll. Im Sommer 2019 tourt sie dann in digitaler Form gemeinsam mit weiteren ausgewählten Kulturgütern anderer Museen in einer Ausstellung durch die Region. Schon in der „Wahlerana“ konnten die Besucher und Besucherinnen als Vorgeschmack auf diese Ausstellung mit einer VR-Brille, die die Studenten zur Verfügung gestellt haben, die digitale Welt erkunden.

Ziel des Projekts „Apokalypse Münsterland“ unter der Projektleitung des Münsterland e.V. ist es, dass die Besucher neue Formen der Interaktionen in und mit Museen ausprobieren können und so ihr Interesse an heimischer Kultur gefördert wird. Die Museen selbst können durch das Projekt neue, digitale Methoden der Wissensvermittlung und der Einbindung der Besucher testen und durch die münsterlandweite Kooperation ihre Sichtbarkeit erhöhen.

Das Projekt „Apokalypse Münsterland“ wird gefördert und unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Landesförderprogramm Regionale Kulturpolitik) und die Commerzbank-Stiftung.

Mehr Informationen: www.apokalypse-muensterland.de

Kontakt:

Stadt Borken
Stabsstelle Kommunikation
und Städtepartnerschaften
- Pressestelle -
Im Piepershagen 17
46325 Borken

Ansprechpartner:
Markus Lask
Leiter der Stabsstelle
Telefon: 02861/939-106
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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