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„Eine wahrhafte Heldenlaufbahn hat er durchmessen“ – Heinrich Schliemann und seine Ausgrabungen in Troia als Medienereignis des 19. Jahrhunderts

Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Geschichte ist mehr ..."

PD Dr. Stefanie Samida (Universität Heidelberg)

Als Heinrich Schliemann (1822–1890) im Jahr 1873 den von ihm als „Schatz des Priamos“ titulierten Hortfund entdeckte, erlangte er – quasi über Nacht und aus dem Nichts heraus – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit große Berühmtheit. Einem archäologischen Laien, so schien es, war geglückt, was bis dahin keinem Gelehrten gelungen war: Schliemann hatte das mythische Troia Homers lokalisiert. Seine Gleichsetzung des Ruinenhügels Hisarlık an den Dardanellen mit dem von Homer beschriebenen Troia erlangte eine enorme publizistische Aufmerksamkeit. Mit der Zeit avancierte der mecklenburgische Kaufmann und archäologische Autodidakt zum Tagesgespräch der zeitgenössischen Presse. Die ‚Dauerberichterstattung‘ zu Schliemann und seinen Ausgrabungen führte zu einer zunehmenden Verbindung der Archäologie mit seiner Person: Schliemann und Troia, ja Schliemann und Archäologie, wurden und werden in einem Atemzug genannt – auch im Jubiläumsjahr 2022, dem Jahr seines 200. Geburtstages. Wie kam es dazu und welchen Anteil hatte Schliemann selbst?

Weitere Information zur Veranstaltungsreihe:

Die Veranstaltungsreihe „Geschichte ist mehr …" ist eine Kooperation des Stadtarchivs mit der Volkshochschule sowie dem Heimatverein Borken. Sie wurde im Herbst des Jahres 2000 begründet, als die Leitung von Stadtarchiv und Stadtmuseum in eine Hand gelegt wurde.

Unter der Programm-Koordination des Stadtarchivs finden im VHS-Forum in der ehemaligen Josefskirche an der Heidener Straße 88 regelmäßig Mittwochsvorträge und -vorstellungen zu verschiedenen Themen der Stadt- und Regionalgeschichte statt.

Termine

  • 21.09.22 19:30 - 21:00 Uhr